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Großbritannien: Wirtschaft bricht um 20 Prozent ein

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Britischer Premierminister Boris Johnson
Britischer Premierminister Boris Johnson   -   Copyright  Paul Ellis/Evening Standard
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Die Wirtschaftsleistung Großbritanniens ist durch die Corona-Krise stark eingebrochen. In den ersten drei Monaten des Jahres ist das Bruttoinlandsprodukt im Quartalsvergleich um 2,2 Prozent geschrumpft. Analysten hatten nur einen Rückgang um 2,0 Prozent erwartet.

Regierung schnürt Konjunkturpaket

Wie das nationale Statistikbüro ONS nach einer weiteren Schätzung mitteilte, fiel der Rückgang stärker aus als bisher gedacht. Er sei aber nicht so heftig, wie der Konjunktureinbruch in der Eurozone.

Premierminister Boris Johnson hat nun ein milliardenschweres Konjunkturpaket angekündigt, um die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Kurzfristig will die Regierung demnach umgerechnet rund 5,5 Mrd. Euro (5 Mrd. Pfund ) investieren.

Dieser Moment gibt uns auch die große Chance für radikale Veränderungen. Um alles wieder aufzubauen und künftig mutiger zu sein.
Das gesamte Potenzial des Landes wird genutzt. Wir werden dieses Land sicherer machen, wir werden Krankenhäuser, Schulen und Hochschulen bauen. Aber wir werden auch nachhaltiger sein.
Boris Johnson
Premierminister Großbritannien

In den kommenden acht Jahren sollen umgerechnet rund 13,1 Milliarden Euro (12 Mrd. Pfund) in die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum fließen, so der konservative Politiker.

Nach Angaben der Bank of England, von Anfang Juni, könnte Großbritanniens Wirtschaft in der ersten Hälfte des Jahres um 20 Prozent geschrumpft sein.

Der Einbruch ist der stärkste Rückschlag für die britische Wirtschaft seit der schweren Finanzkrise in den Jahren 2008 und 2009. In der Eurozone war die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal um 3,6 Prozent gesunken.