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"Manif pour tous" gegen künstliche Befruchtung für alle

Ein bisschen sahen sie aus wie Schlümpfe, die AnhängerInnen der "Manif pour tous"-Bewegung, die für die Förderung des traditionellen Familienmodells kämpft.

Mit roten Mariannen-Mützen, Protestschildern und in Hackenschuhen stellten sich die AktivistInnen vor dem französischen Parlament, der Assemblée Nationale, auf. Dort soll ab 6. Juli in zweiter Lesung über das geplante neue Bioethik-Gesetz beraten werden, das künstliche Befruchtung, die sogenannte PMA, für alle Frauen eröffnet, also auch lesbische Paare und Alleinstehende.

AFP

"Bei drei schreit ihr los!" lautete die Anweisung. Und die Mariannen schrien, entzündeten Nebelkerzen und stiegen, von Polizeibeamten eskortiert, wieder in die schwarzen Transporter, die sie zu dem Protest gebracht hatten.

Bisher ist die künstliche Befruchtung in Frankreich nur heterosexuellen Paaren erlaubt - sie müssen verheiratet sein oder mindestens zwei Jahre zusammen leben. Die künstliche Befruchtung für alle ist ein Wahlversprechen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron.