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Spektakuläre Tradition trotz Corona: Brückenspringen in Mostar

Obwohl sich die Coronavirus-Fälle in Bosnien häufen, hat in Mostar am Sonntag das weltberühmte Brückenspringen stattgefunden. "Stari most", die Alte Brücke, ist das Wahrzeichen der Stadt. Die Extremsportler stürzen sich 20 Meter in die Tiefe.

Die Zuschauerzahlen waren deutlich niedriger als in den Vorjahren, nur zweitausend Menschen kamen in diesem Jahr, verglichen mit den Zehntausenden, die sich normalerweise an diesem einzigartigen Ort am Fluss Neretva versammeln.

33 Wettkämpfer aus nur drei Ländern - Serbien, Montenegro und Bosnien - nahmen in diesem Jahr sowohl am Wettbewerb teil.

Wegen der Pandemie waren viele Weltklassespringer nicht nach Mostar gereist. Den Organisatoren war aber wichtig, dass der Wettbewerb weitergeht und die Tradition nicht unterbrochen wird.

Die Ursprünge des Events reichen bis ins Jahr 1664 zurück, kurz nachdem die Alte Brücke ursprünglich gebaut worden war.

Vedad Basic und Igor Kazic gaben sich am Sonntag die Ehre. Basic gewann den prestigeträchtige Wettbewerb in der Kategorie "Kopfsprung" oder "Schwalbe". Dabei springen die jungen Männer Kopf voran mit ausgebreitetenn Armen. Vedad Basic erreichte die volle Punktzahl von 10 von allen sieben Mitgliedern der Jury.

Knapper war der Ausgang in der zweiten Kategorie "Fußsprung", doch am Ende setzte sich Igor Kazic durch.

Beide Gewinner erklärten, dass es wichtig sei, die Tradition auch unter schwierigsten Umständen aufrecht zu erhalten.