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Frankreichs Wirtschaft bricht Corona-bedingt ein

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Frankreichs Wirtschaft bricht Corona-bedingt ein
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Die französische Wirtschaft hat schwer unter der Corona-Krise gelitten. Die Wirtschaftsleistung ging um 13,8 Prozent nach unten. Das teilte das Statistikamt Insee in Paris nach einer ersten Schätzung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für die Monate April bis Juni mit.

Bereits im ersten Quartal hatten sich in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone deutliche Spuren der Corona-Krise gezeigt. In den Monaten Januar bis März war die Wirtschaftsleistung im Quartalsvergleich um 5,9 Prozent gesunken.

Experten hatten für das zweite Quartal allerdings mit einem noch stärkeren Einbruch um 15,2 Prozent gerechnet, weil die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie vor allem in diesen Abschnitt fallen.

Frankreich zählt zu den Ländern in Europa, die von der Pandemie besonders stark getroffen wurden.

Ein Beispiel: Der Brillenkonzern EssilorLuxottica ist im ersten Halbjahr wegen den Folgen der Corona-Krise tief in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich stand ein auf die Anteilseigner entfallender Nettoverlust von 412 Millionen Euro, nachdem der Konzern im Vorjahr noch einen deutlichen Gewinn von 671 Millionen Euro eingefahren hatte, wie der für seine Ray-Ban-Brillen bekannte Konzern am Freitag im französischen Charenton-Le-Pont mitteilte. Auch operativ schrieb EssilorLuxottica rote Zahlen.

Da wegen der Krise in etlichen Ländern die Läden geschlossen bleiben mussten, bekam EssilorLuxottica die Folgen der Pandemie deutlich zu spüren. Der Umsatz sackte um 29 Prozent auf 6,23 Milliarden Euro ab. Wegen der anhaltenden Unsicherheiten durch die Krise traut sich der Konzern noch keinen neuen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr zu.

Zum jetzigen Zeitpunkt sei die Lage noch zu unübersichtlich, hieß es.

Obwohl immer mehr Länder den Lockdown beendet hätten, sei davon auszugehen, dass das laufende dritte Quartal eine weitere Übergangsphase hin zu einer Normalisierung sein dürfte.

Das Management sieht trotz der aktuell schwierigen Lage aber Anzeichen der Besserung. So habe sich der Umsatz nach einer Schwächephase im April dann im Mai und Juni in allen wichtigen Segmenten und weltweit erholt, hieß es.