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Italien und Frankreich planen gemeinsame Grenzpatrouillen

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Schiff mit Migranten aus Lampedusa im sizilianischen Hafen Porto Empedocle
Schiff mit Migranten aus Lampedusa im sizilianischen Hafen Porto Empedocle   -   Copyright  Fabio Peonia/LaPresse
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Frankreich und Italien haben die Gründung einer Grenzbrigade beschlossen. Damit wollen sie den Menschenschmuggel an der gemeinsamen Grenze wirkungsvoller bekämpfen.

Die Erschaffung gemeinsamer Patrouillen sei ein wichtiger Schritt, um illegaler Migration vor allem zwischen der italienischen Stadt Ventimiglia und Menton auf französischer Seite zu begegnen, sagte der französische Innenminister Gerald Darmanin bei seinem Antrittsbesuch in Rom.

Ferner sagte Darmanin: _"Wir alle wissen, dass die Schmuggler von der Zweistaatlichkeit an der Grenze profitieren. Von den Unterschieden in der Gesetzgebung, den Unterschieden in der Sprache, und anderen Unterschieden. Das spielt den Verbrechern beim Handel mit Menschen in die Hände. Und so ist diese gemeinsame französisch-italienische Patrouille ein großer Schritt vorwärts."
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Malta-Abkommen zu Leben erwecken

Außerdem haben Frankreich und Italien die Wiederbelebung des sogenannten Malta-Abkommens ins Auge gefasst. Die zwischen mehreren EU-Staaten, darunter Deutschland, ausgehandelte Vereinbarung für eine geordnete Verteilung von Migranten war durch die Corona-Pandemie in den Hintergrund gerückt. Außerdem gab es Schwierigkeiten bei der Umsetzung.

In Italien ist die Ankunft von Bootsmigranten aus Tunesien und Libyen im Juli sprunghaft gestiegen.

Die italienische Innenministerin Luciana Lamorgese sprach Freitagabend von einem entscheidenden Moment für den Neustart der europäischen Einwanderungsstrategie.