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Wenig Geld, keine Einarbeitung: Junge Ärzte in Katalonien protestieren

In Katalonien streiken Nachwuchsärzte für bessere Arbeitsbedingungen, Ausbildungen und Bezahlungen. Die Arbeitsniederlegungen haben in der vergangenen Woche begonnen.

Am Montag führten die jungen Ärzte auf zwei Straßen in Barcelona einen Sitzstreik durch.

Sie hielten Transparente, auf denen stand "Ich arbeite seit 24 Stunden, soll ich Sie intubieren?" und "Ohne medizinisches Personal kein Gesundheitswesen".

Nach drei Tagen Streik bot das katalanische Institut für Gesundheit an, die Gehälter innerhalb der kommenden zwei Jahre um 5 Prozent anzuheben. Ein Vorschlag, den die Gewerkschaft ablehnte.

Den Ärzten zufolge wurden sie während der Pandemie ohne Einarbeitung in die Krankenhäuser geschickt. Die niedrigen Gehälter um die 1.000 Euro hätten sie dazu gzwungen, Nebenjobs anzunehmen.

Die Streiks sollen bis zum Ende der Woche fortgesetzt werden.

Spanien kämpft derzeit gegen die zweite Welle der Corona-Pandemie.