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"Marsch des Stolzes" überschattet von massiver Polizeigewalt

Bei dem sogenannten "Marsch des Stolzes" sollten Menschen im ganzen Land lautstark ihr Recht auf Neuwahlen einfordern. Die Opposition hatte bis zu hunderttausend Teilnehmer erwartet.

Gleich zu Beginn der Proteste am Sonntag prügelten Sicherheitskräfte in der Hauptstadt Minsk auf friedliche Menschen ein und zerrten sie in Kleinbusse. Die Polizei setzte Wasserwerfer gegen die Menschenmenge ein - auch Blend- und Knallgranaten flogen. In sozialen Netzwerken hieß es zudem, das mobile Internet sei wieder zeitweise abgeschaltet worden.

Es ist bereits das neunte Wochenende in Folge, an dem die Menschen in der Ex-Sowjetrepublik auf die Straße gehen. Die Proteste an Sonntagen haben traditionell den größten Zulauf.