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Lehrermord aus islamistischen Beweggründen: Weitere Festnahmen

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Nach dem Mord an einem Lehrer am Freitag in der Nähe von Paris sind fünf weitere Menschen festgenommen worden. Insgesamt werden neun Personen verhört. Es handelt sich um Bekannte und Angehörige des mutmaßlichen Täters. Dieser wurde bei dem Polizeieinsatz getötet. Präsident Emmanuel Macron hatte die Tat als islamistischen Terroranschlag eingestuft.

„Angst ist nicht unsere Religion"

Frankreichs Bildungsminister Jean-Michel Blanquer sagte: „Angst ist nicht unsere Religion, wir haben keine Angst. Ich kann einsehen, dass jemand angesichts dessen, was geschieht, Angst hat. Und unter den Menschen, die zuhören, können Menschen sein, die Angst haben. Das ist berechtigt. Aber wir werden diese Angst bekämpfen, deshalb sollte sich niemand alleingelassen fühlen."

Der 47-jährige Geschichts- und Erdkundelehrer war am Freitag in der Nähe seiner Schule im Ort Conflans-Sainte-Honorine nordwestlich von Paris mit einem Messer getötet worden. Der Bürgermeister des Ortes sprach von einer Enthauptung. Der Lehrer hatte im Unterricht umstrittene Karikaturen des islamischen Propheten Mohammed gezeigt.

„Der Täter befand sich am Nachmittag vor dem Schulgebäude und ist auf Jugendliche zugegangen, damit diese ihm das künftige Opfer zeigen. Bei der ersten Auswertung seines Telefons ist das Bekennerschreiben gefunden worden", so Staatsanwalt Jean-Francois Ricard.

Beim Eintreffen der Polizei schoss der mutmaßliche Täter mit einer Druckluftpistole auf die Beamten, meldet der Sender France Info. Die Polizei erwiderte das Feuer, eine Kugel traf den 18-Jährigen tödlich.