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Tausende demonstrieren in Kolumbien mit Indigenen gegen Gewalt

Angeführt von Indigenen haben Tausende Kolumbianer in der Hauptstadt Bogotá unter anderem gegen eskalierende Gewalt in ländlichen Gebieten protestiert. Mitglieder der Urbevölkerung in traditioneller Kleidung und mit Federschmuck sind auf dem zentralen Platz zu sehen.

Ähnliche Proteste, die sich auch gegen die Verarmung durch die Pandemie und die Wirtschafts- und Sozialpolitik der Regierung richteten, fanden in etwa 20 anderen Städten des südamerikanischen Landes statt. Dazu hatten unter anderem Gewerkschaften aufgerufen.

Der als "minga" bekannte Protestzug, ein indigenes Wort, das sich auf eine gemeinsame Anstrengung für das Gemeinwohl bezieht, hatte sich angesichts eskalierender Gewalt in der vergangenen Woche mit Bussen auf den Weg in die Hauptstadt gemacht. Die Indigenen wollten dort Präsident Iván Duque treffen, der dies bisher abgelehnt hat.

Etwa 1000 soziale Anführer und Aktivisten sind in Kolumbien getötet worden, seit die Regierung 2016 ein Friedensabkommen mit der Guerilla-Organisation Farc unterzeichnete. Unter den Opfern sind mehr als 240 Indigene.