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Impfgegner: Covid-19 nur "kleine Grippe"

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Impfgegner: Covid-19 nur "kleine Grippe"
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Im Kampf gegen das Coronavirus gibt es Hoffnung. Denn die deutsche Firma BioNTech, zusammen mit dem US-Pharmariesen Pfizer, und das US-Unternehmen Moderna, haben Impfstoffe gegen das Virus entwickelt und schon im neuen Jahr könnten die Impfungen in der EU zur Verfügung stehen. Doch nicht alle freuen sich. In den EU-Ländern gibt es unterschiedlich viele Impfgegner.

Das Land mit den meisten "Corona-Rebellen", die sich auf keinen Fall impfen lassen würden, ist Frankreich. Hier sind laut einer Umfrage der französischen Jean-Jaurès-Stiftung nur 54 Prozent der Bevölkerung bereit, sich impfen zu lassen. In Deutschland sind es 15 Prozent mehr, nämlich 69 Prozent der Deutschen sind für die Impfung, in China gar 85 Prozent.

Wollen sich nichts vorschreiben lassen

Und was sagen die Impfgegner, warum sie dagegen sind? Laut der Umfrage trauen 63 Prozent der Wirksamkeit des Medikaments nicht, und 46 Prozent haben Angst vor Nebenwirkungen.

14 Prozent der Widerspenstigen sagten, soziale Distanz reiche aus, einen Impfstoff bräuchten sie nicht. Und 10 Prozent der Impfgegner glauben, sie könnten sich ohnehin nicht anstecken oder wenn sie sich ansteckten, würden sie die Erkrankung kaum spüren.

Auch hat die Umfrage herausgefunden, dass die Impfgegner in der EU meist Parteien des rechts-extremen oder links-extremen Spektrums wählen und oft auch die Meinung vertreten, Covid-19 sei nichts weiter als eine "kleine Grippe". Auch angesichts überwältigender Beweise, der Zahl der Covid-Toten zum Beispiel, will diese Gruppe "sich nichts vorschreiben lassen". Wer ihre Meinung nicht teilt, wird schnell zum "Idioten" erklärt.

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) in Deutschland wirft Impfgegnern Angstmache vor. War­nun­gen vor Erbgutschäden seien falsch und verursachten unbegründete Ängste, sagte PEI-Präsident Klaus Cichutek.