Eilmeldung
euronews_icons_loading
Trotz Regen: Papst ehrt Mutter Gottes

Heftiges Regenwetter und die Corona-Pandemie haben Papst Franziskus nicht von seinem traditionellen Besuch an der Mariensäule in der Nähe der Spanischen Treppe abhalten können.

Am frühen Dienstagmorgen kam der 83-Jährige überraschend aus dem Vatikan auf die Piazza di Spagna im Zentrum der italienischen Hauptstadt. Dort stellte der Papst zum katholischen Festtag Maria Empfängnis einen kleinen Korb mit weißen Rosen an den Fuß des Monuments. Eigentlich hatte der Vatikan den sonst für den Nachmittag geplanten offiziellen Besuch des Kirchenoberhaupts an der antiken Säule wegen der Corona-Gefahren durch Menschengruppen abgesagt.

Auf TV-Bildern war zu sehen, wie Franziskus noch bei Dunkelheit aus einem Wagen stieg und von einem Mann mit aufgespanntem Regenschirm zu der Säule begleitet wurde. Beide trugen einen weißen Mund-Nasen-Schutz. Der Papst blieb kurz in Andacht stehen, wie das Presseamt des Vatikans danach bestätigte. Er habe für Rom, die Bewohner und alle Menschen in der Welt gebetet, die von Krankheit und Entmutigung betroffen seien, hieß es.

In Rom herrschte unangenehmes Wetter mit viel Dauerregen. Danach sei Franziskus in die Basilika Santa Maria Maggiore zu einer Marienikone gefahren und dann in den Kirchenstaat zurückgekehrt, berichtete das Presseamt.

Der Papst war in den italienischen Medien mehrfach dafür kritisiert worden, dass er Vorgaben zum Gesundheitsschutz wie das Maskentragen nicht durchgängig einhält. Diesmal gab es beim Thema Mundschutz Bilder mit Vorbildcharakter.

Der Papst kam zu der Mariensäule, als Feuerwehrleute mit einer Drehleiter einen Kranz auf der Figur auf der Spitze anbringen sollten.

Die katholische Kirche gedenkt am 8. Dezember der ohne Erbsünde empfangenden Gottesmutter Maria, wie es bei Gläubigen heißt.