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Europas Impfstrategie auf dem Prüfstand

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Europas Impfstrategie auf dem Prüfstand
Copyright  Cecilia Fabiano/LaPresse
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Vor etwa einem Monat wurde der erste Coronavirus-Impfstoff zugelassen. Und trotz anfänglicher Kritik laufen die Impfverfahren in der EU inzwischen geräuschlos und effektiv. Dahinter steht eine europwaweite Impfstrategie.

Das Ende der Pandemie sei in Sicht sein, aber noch nicht in Reichweite, sagte EU-Kommissar Margaritis Schinas. Das Auftauchen von neuen Formen des Virus und der starke Anstieg von Infektionen in einigen Ländern verbiete aber jede Selbstgefälligkeit. Nun komme es mehr denn je darauf an, entschlossen und gemeinsam zu handeln.

Die EU hofft, bis März in jedem Mitgliedsland mindestens 80 Prozent aller Bürger über 80 und des medizinischen Personals geimpft zu haben. Bis zum Sommer sollen dann rund 70 Prozent der Gesamtbevölkerung die Impfung bekommen haben. Dazu will Brüssel mithelfen, die Herstellung der Impfstoffe maximal zu steigern.

Im Europäischen Parlament herrscht dagegen Frust darüber, dass die Impfungen so langsam vorangehen. Die Impfungen hätten überall begonnen, doch gebe es große Unterschiede in der Effizienz der Operationen, so die schwedische Sozialdemokratin Jytte Guteland. Es sei aber wichtig daran zu erinnern, dass ganz Europa in einem Boot sitze.

Die Impf-Strategie sei nicht perfekt, so die niederländische Christdemokratin Esther de Lange. Es gebe in vielen Mitgliedsstaaten noch Hherausforderungen, und die Produktion müsse erhöht werden.

Die Staats- und Regierungschefs wollen am Donnerstag bei einem Videogipfel über die weitere Impfstrategie beraten. Doch die bisherige Erfahrung zeigt, dass ein von Brüssel koordinierter Ansatz von den Mitgliedstaaten nicht immer befolgt wird.

Daher bleibt anzunehmen, dass auch im nächsten Stadium der Impfungen die Entscheidungen in den Hauptstädten getroffen werden.

Weitere Quellen • Darren McCaffrey