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Mars und Mond: Weltraumforschung steuert in neue Dimensionen

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Mars und Mond: Weltraumforschung steuert in neue Dimensionen
Copyright  Pavel Golovkin/Copyright 2019 The Associated Press. All rights reserved.
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Nach rund einem halben Jahr Flugzeit war der US-Rover "Perseverance" auf dem Mars aufgesetzt. Das Fahrzeug der US-Raumfahrtbehörde Nasa landete mit einem riskanten Manöver in einem ausgetrockneten See.

Der eine Tonne schwere Roboter soll nun Daten zur Erde senden. Wie Astronaut Luca Parmitano erklärt, könnte eine der wichtigsten Fragen beantwortet werden.

Wir wissen, dass es auf dem Mars Wasser gab, dass es Seen und Ozeane gab. Wir nehmen an, dass diese Bedingungen die Entwicklung von Leben ermöglicht haben könnten. Wenn wir nun organische Spuren oder sogar Leben auf dem roten Planeten finden, dann wäre das verblüffend. Denn das würde wirklich eine der größten Fragen der Menschheit beantworten, nämlich, ob ein Leben auch anderswo als auf dem Planeten Erde möglich ist.
Luca Parmitano
Astronaut

Missionen zum Mond wahrscheinlicher

Es ist das jüngste Kapitel in einer aufregenden Zeit der Weltraumforschung. Mit rund 200 Millionen Kilometern ist der Mars noch zu weit entfernt, um dorthin in absehbarer Zeit eine bemannte Mission zu schicken. Beim Mond hingegen sieht das anders aus.

"Die internationalen Raumfahrtagenturen arbeiten zusammen, um noch in diesem Jahrzehnt zurück auf den Mond zu kommen", sagt Luca Parmitano. Die europäische Raumfahrtbehörde würden dabei das Servicemodul stellen. Und dieses habe einen Motor, um die nötige Elektrizität zu liefern und somit eine Atmosphäre zu erzeugen, so der Astronaut.

Aufenthalt auf der ISS als prägende Erfahrung

Parmitano selbst kehrte vor etwas mehr als einem Jahr von einem sechsmonatigen Aufenthalt auf der Internationalen Raumstation (ISS) zurück. Für ihn war das eine Erfahrung, die sein Leben veränderte: "Man lernt, all das zu schätzen, was man vermisst, während man weg ist. Man riecht wieder die Luft, die Brise, die salzige Meeresluft und all diese Schönheiten, die uns ständig umgeben. Man lernt, dies nicht als selbstverständlich anzusehen. Das ist ein großes Geschenk."