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Wütende Pfleger in Athen: Tod infolge von Covid ist Arbeitsunfall

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Kundgebung vor dem Gesundheitsministerium
Kundgebung vor dem Gesundheitsministerium   -   Copyright  LOUISA GOULIAMAKI/AFP or licensors
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Wütende und ausgelaugte Mitarbeiter des griechischen Gesundheitswesens haben an diesem Dienstag erneut in Athen demonstriert.

Eine ihrer zentralen Forderungen ist die Anerkennung als Arbeitsunfall, sollte ein Krankenhausmitarbeiter infolge einer Ansteckung mit dem Coronavirus versterben.

Dies sei das Mindeste, was die Regierung tun könne, um den Familien der Verstorbenen zu helfen, meint dieser Demonstrant. "Jede Krankheit eines Arbeitnehmers im Gesundheitswesen sollte definitiv als Arbeitsunfall betrachtet werden."

Anrecht auf eine Hinterbliebenenrente

Durch die Einstufung als Arbeitsunfall eröffnen sich Entschädigungen und das Anrecht auf eine Hinterbliebenenrente.

Ein weiterer Vorwurf an die Regierung: Trotz der grassierenden Pandemie sind die öffentlichen Ausgaben für das nationale Gesundheitssystem nicht erhöht worden.

"Viele kämpfen auf der Intensivstation um ihr Leben"

Michalis Giannakos vom Verband der Krankenhaus-Angestellten ist zuhöchst besorgt. "Bis jetzt sind mehr als 25 Kollegen gestorben. Viele kämpfen auf der Intensivstation um ihr Leben, viele haben überlebt. Es ist notwendig, dass die Todesfälle als Arbeitsunfälle eingestuft werden. Das kann nur mit einer nationalen Gesetzgebung geschehen."

Die Mitarbeiter des Gesundheitswesens fordern zudem von der Regierung, dass sie ihnen Anreize und die entsprechenden Mittel zur Bekämpfung von COVID-19 zur Verfügung stellt.

Sie sagen, dass, obwohl jeder sie als die wahren Helden der Pandemie betrachtet, es in Wirklichkeit fast keine Verbesserungen in ihrem Arbeitsalltag gibt. Und das sollte sich so schnell wie möglich ändern.