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Magnetfeld macht's möglich: Schwarzes Loch scheint zu leuchten

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Von Euronews  mit dpa
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Jets des Schwarzen Lochs M87 in polarisiertem Licht
Jets des Schwarzen Lochs M87 in polarisiertem Licht   -   Copyright  AFP

Es ist ein weiterer Meilenstein in der Weltallforschung: Wissenschaftler haben zum ersten Mal in der Nähe eines Schwarzen Lochs Magnetfelder nachgewiesen und auch sichtbar gemacht.

Es ist dasselbe Schwarze Loch in der Galaxie Messier 87 (M87), dessen Bild vor rund zwei Jahren veröffentlichtet wurde. Die Daten entstammen dem Event Horizon Telescope (EHT), für das verschiedene Radioteleskope auf der ganzen Welt zusammengeschaltet wurden.

Nun zeigen die EHT-Beobachtungen das erste Bild der Magnetfeldverteilung im hellen Ring rund um den sogenannten Schatten des Schwarzen Lochs im Zentrum von M87.

Sara Issaoun, Astronomin an der Radboud Universität in Nijmegen und Mitglied am EHT erklärt, warum diese Felder zu sehen sind: "Die polarisierten Lichter haben eine schöne, irgendwie geordnete Struktur. Das heißt, dass die Magnetfelder geordnet sind und sie somit Gas herausdrücken können. Das Gas kann sich dann frei bewegen und man bekommt einen größeren Druck in der Nähe des Schwarzen Lochs - und dann schleudert es das Gas einfach heraus."

AFP
Astronomin Sara IssaounAFP

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn teilten mit, dass man so besser verstehen könne, wie die leuchtenden Strukturen in der Umgebung eines Schwarzen Lochs entstehen.

Wichtig war die Beobachtung, dass die Radiostrahlung polarisiert ist, also eine nicht-zufällige Schwingungsrichtung hat. Polarisierte Strahlung gilt unter Astrophysikern als ein zuverlässiges Indiz für das Vorhandensein von Magnetfeldern.

Magnetfelder wiederum spielen eine ausschlaggebende Rolle bei der Entstehung sogenannter Jets. Hintergrund ist, dass sich Schwarze Löcher große Mengen Materie einverleiben. Ein Teil dieser Materie fällt jedoch nicht ins Schwarze Loch, sondern wird als superheißes Plasma ins All hinausgeschossen. «

In Schwarzen Löchern ist die Masse von einigen bis mehreren Milliarden Sonnen auf eine extrem kleine Region komprimiert. Durch die immense Gravitation kann aus der direkten Umgebung nicht einmal Licht entkommen, daher der Name. Schwarze Löcher können beispielsweise entstehen, wenn ausgebrannte Riesensterne unter ihrem eigenen Gewicht zusammenstürzen. Die genaue Entstehung von supermassereichen Löchern wie in M87 ist noch nicht geklärt.