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Suezkanal: Neue Riesenfrachter, neue Gefahr

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Von euronews
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Das Frachtschiff Ever Given ist freigeschleppt worden.
Das Frachtschiff Ever Given ist freigeschleppt worden.   -   Copyright  AHMAD HASSAN/AFP or licensors
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Fast eine Woche lang versperrte das liegengebliebene Frachtschiff Ever Given den Suezkanal und damit eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt. Die mittel- und unmittelbaren Kosten für Schifffahrt und Handel gehen in die Milliarden.

Stau soll in drei bis fünf Tagen aufgelöst sein

Der Verkehr in der Verbindung zwischen Rotem Meer und dem Mittelmeer wird sich erst langsam wieder einpendeln, denn es hat sich ein riesiger Rückstau gebildet.

Der Vorsitzende der Kanalbehörde Osama Rabie erläuterte: „Unsere Kapazität ist ausreichend, um eine solch große Anzahl an Schiffen abzufertigen. Es geht hier um fast 420 wartende Schiffe. 113 Schiffe nutzen den Kanal zwischen 6 und 8 Uhr, der Rückstau wird sich in drei bis fünf Tagen aufgelöst haben."

Der unter panamaischer Flagge fahrende Frachter einer taiwanischen Reederei gehört zu den weltweiten größten Schiffen seiner Bauart. Er war in China mit Ziel Rotterdam in See gestochen.

„Die Rettungskräfte haben gute Arbeit geleistet. Die Lage war sehr angespannt, als das Schiff auf Grund gelaufen war. Es bestand die Gefahr von Schäden in der Mitte des Schiffes“, so der Schifffahrtsfachmann, der Kapitän John Konrad.

Frachtschiffe werden immer größer

Wie ist die Wiederholung eines solches Vorfalls angesichts immer größerer Frachtschiffe zu verhindern? Diese Frage beschäftigt viele Handeltreibende. Nicolas Sloane, stellvertretender Vorsitzender der Rettungsgesellschaft ISU, sagte: „Am Ende dieses Jahres wird es ein Frachtschiff mit dem Fassungsvermögen von 24 000 Containereinheiten geben. Das ist noch mal größer. Das hat nicht aufgehört und wird nicht aufhören. Wenn diese Schiffsklasse den Kanal befährt, braucht es einen Schlepper. Oder wir brauchen mehr Schlepper in Bereitschaft."

Im vergangenen Jahr durchfuhren rund 18 800 Schiffe den Suezkanal. Das sorgte beim Betreiber für Einnahmen von rund 4,8 Milliarden Euro.