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Russland feiert Juri Gagarin - Vor 60 Jahren flog er als erster Mensch ins All

Russland erinnert in diesen Tagen mit viel Pathos an seinen Helden, der am 12. April 1961 Raumfahrtgeschichte schreibt.

In 108 Minuten umrundet der Kampfpilot im Alter von 27 Jahren einmal die Erde. Er sieht damit als erster Mensch den Planeten von oben, nachdem die Sowjets schon einen Satelliten und Hunde ins All geschickt haben. Es ist ein Meilenstein für die Sowjetunion und ein Schock für die USA im Wettlauf der Supermächte im Kalten Krieg.

Die kommunistische Propaganda schlachtet dies als Sieg über den Kapitalismus aus. Bis heute ist der nur etwa 1,65 Meter große Kosmonaut und Frauenschwarm mit seinem charmanten Lächeln unvergessen.

Am 27. März 1968 stürzt er beim Test eines Jagdflugzeugs vom Typ MiG-15 UTI bei Moskau ab. Um seinen tragischen Tod ranken sich viele Legenden, weil die Umstände des Unglücks lange geheim geblieben sind. Gagarins Urne wurde bei einem Staatsbegräbnis in der Kremlmauer beigesetzt.

Es gibt in Russland unzählige Gagarin-Denkmäler und eine Stadt, die nach ihm benannt ist. In vielen Ländern haben Straßen seinen Namen, auch in Deutschland. Was ist noch von Gagarin geblieben? Es gibt einen Mondkrater und einen Asteroid mit seinem Namen.

Auf der Erde ziert sein Konterfei viele T-Shirts, Tassen und Kalender - ein Geschäft, an dem sich noch immer gut verdienen lässt. Als Markenname geschützt ist Gagarins Spruch "Pojechali!", ""Los geht’s!". Das meldet er damals der Bodenstation, bevor er ins All aufbricht.