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Mehr als 24 Tote - Protest in Kolumbien

In Kolumbien sind wieder Tausende auf die Straßen gegangen, gegen die Regierung Duque, gegen die massive Gewalt der Sicherheitsbehörden.

Tausende Protestierende sind in Kolumbien auf den Straßen - schon seit Tagen. In der Hauptstadt Bogota kam es bei erneuten regierungskritischen Protesten wieder zu gewalttätigen Zusammenstößen.

Seit Beginn der Proteste vor acht Tagen wurden offiziell 24 Menschen getötet, mehr als 800 weitere wurden verletzt. Die genauen Zahlen variieren jedoch, die NGO Temblores berichtet von 31 Toten. Reporter ohne Grenzen meldete, dass 76 Journalist:innen angegriffen wurden, von denen 10 von Sicherheitskräften verletzt wurden.

Eine breite Allianz aus Studierenden, Gewerkschaften und Vertreter:Innen der indigenen Völker macht ihrem Unmut gegen die Regierung von Präsident Ivan Duque in ganz Kolumbien Luft. Die Kritik an der Regierung entzündet sich an der Gesundheitspolitik der Bildungs- und der Sicherheitspolitik. Präsident Ivan Duque wiederum macht die Drogenmafia für die Proteste verantwortlich.

Die Vereinten Nationen, die EU, die USA und Menschenrechtsorganisationen rügten die Sicherheitskräfte wegen "exzessiver Gewaltanwendung".