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Familien in Gaza zieht es an den Strand

Viele Familien sind an diesem Wochenende zum ersten Mal seit langem wieder an die Strände des Gazastreifens gezogen. Während der militärischen Auseinandersetzung zwischen Israel und der Hamas in dem Gebiet waren die Menschen fast zwei Wochen lang in ihren Häusern eingesperrt.

Jetzt konnten die Kinder wieder im Meer planschen, während andere Familienmitglieder unter Sonnenschirmen saßen.

"Wir sind psychisch müde, aber den Kindern zuliebe sind wir gekommen, um sie ein wenig aufzumunern", sagt Nuha Abu Ouda, die mit ihrer Familie an den Strand gekommen war.

Ein Waffenstillstand ist seit dem 21. Mai 2021 in Kraft und hat die 11 Tage dauernden Kampfhandlungen beendet. Dabei hatte Israel hunderte Luftangriffe durchgeführt und die militanten Palästinenser hatten mehr als 4.000 Raketen abgefeuert.

Mehr als 250 Menschen wurden getötet, die überwiegende Mehrheit davon Palästinenser - darunter auch viele Frauen und Kinder.

Die sandige Küste ist eine der sehr wenigen Erholungsmöglichkeiten in Gaza, dem schmalen Streifen, in dem mehr als 2 Millionen Palästinenserinnen und Palästinenser unter einer israelischen und ägyptischen Blockade leben, seit die Hamas 2007 die Macht übernommen hat.

Die Blockade und die Misswirtschaft der palästinensischen Behörden haben der Infrastruktur des Gazastreifens einen hohen Tribut abverlangt. Abwässer fließen ins Meer, und die Verschmutzung breitet sich entlang der Küste aus.

Aber die Bewohner des Gazastreifens haben nur wenige andere Möglichkeiten, der Hitze zu entkommen, besonders in den Sommermonaten, wenn die Temperaturen regelmäßig über 40 Grad Celsius steigen.