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Macron nach Ohrfeige: "Nichts wird mich aufhalten"

Macron nach Ohrfeige: "Nichts wird mich aufhalten"
Copyright  Philippe Desmazes/Pool AFP via AP/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved
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Wieder schüttelt der französische Präsident Hände, wieder kommt er kurz nach dem Zwischenfall, als ein Mann ihn ohrfeigte, den Menschen nahe. Emmanuel Macron setzte seine Frankreich-Reise fort, statt sich zu verstecken.

Auf die Frage einer Journalistin erklärt Macron, er hatte gar keine Zeit, Angst zu haben. Er will nicht, dass die Botschaft seines Besuches im Departement Drome, wo er am Dienstag vor weiteren Corona-Lockerungen mit Gastwirten gesprochen hat, von dem Vorfall überschattet wird:

"Wir müssen jetzt hinter unseren Gastronomen stehen vor der Wiedereröffnung der Restaurants. Das ist der Kern meiner Botschaft, wir wollen die Franzosen bei den Öffnungen begleiten. Wir sind ein Volk, das sich engagiert, hier gibt es trotz allem viel Wohlwollen."

"Aber auch viel Wut", sagt die Journalistin.

Emmanuel Macron antwortet: "Nein, das ist Dummheit. Es gibt Dummheit, und wenn Dummheit mit Gewalt kombiniert wird, ist das inakzeptabel. Aber es ist etwas anderes, es sollte nicht verwechselt werden."

Unterdessen ist mehr über den Angreifer bekannt: Damien T. ist 28 Jahre alt, Mittelalter-Fan und hat zwei Vereine für historischen Kampfsport gegründet. In seiner Gemeinde Saint-Vallier wird er als gewaltfrei und unpolitisch beschrieben. Laut einem Freund ist der Ausruf "Montjoie St. Denis", während seiner Ohrfeige eher die Anspielung auf einen Film, als ein echter royalistischer Kriegsschrei.

Der junge Mann hat jedoch den Facebook-Account von" Action française Lyon", einer rechtsextremen Gruppierung geliked und mehrere rechtsextreme Youtube-Kanäle abonniert . Er wurde gemeinsam mit einem Freund, der die Szene gefilmt hatte, festgenommen und befindet sich weiter in Untersuchungshaft.

Macron war in einem am Abend veröffentlichten Interview der Regionalzeitung "Le Dauphiné Libéré" bemüht, die Wogen zu glätten. "Alles ist gut", sagte der 43-Jährige. Es habe sich um einen Einzelfall gehandelt. Er habe nach dem Vorfall seinen Besuch fortgesetzt. "Ich habe weitergemacht und ich werde weitermachen. Nichts wird mich aufhalten", sagte er der Zeitung.