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Das müssen Sie zum digitalen Impfnachweis "CovPass" wissen

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Das müssen Sie zum digitalen Impfnachweis "CovPass" wissen
Copyright  Christophe Licoppe/ European Union, 2021
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Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn hat den Startschuss für den digitalen europäischen Impfpass gegeben. Schrittweise werde der digitale Impfausweis nun eingeführt, sagte Spahn.

Neben dem gelben Impfausweis in Papierform können vollständig Geimpfte sich nun die CovPass-App auf ihre Mobiltelefone laden und dort Impfnachweise in digitaler Form hinterlegen. Das gleiche geht auch mit einem Update der Corona-Warn-App. Um sein digitales Impfzertifikat einzulesen, benötigt man einen QR-Code, den man nach der Corona-Impfung in der Arztpraxis oder im Impfzentrum erhält.

Die knapp 20 Millionen Menschen, die bereits vollständig geimpft sind, können ihren digitalen Nachweis dort erhalten, wo sie geimpft wurden, also im Impfzentrum oder in ihrer Arztpraxis. Das Gesundheitsministerium weist im Internet darauf hin, dass man sich diesen vom Impfzentrum auch per Post zuschicken lassen kann.

Antworten auf Fragen rund um das digitale Impfzertifikat gibt die Webseite des deutschen Gesundheitsministeriums.

Sehen Sie hier die Erklärung zum digitalen Impfpass vom deutschen Gesundheitsminister Jens Spahn und RKI-Präsident Lothar Wieler im Live-Stream:

Zuvor hatte das Europäische Parlament hat auf der seiner Plenarsitzung die endgültige Zustimmung zum sogenannten Europäischen Covid-Zertifikat geben. Nach monatelangen Verhandlungen und den unterschiedlichsten Stellungnahmen blieben viele Fragen offen.

Shona Murray hat für Euronews bei zwei Europaabgeordneten nachgehakt, beim Vorsitzenden des Ausschusses für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres, Juan Fernando López Aguilar (JFLA) und beim langjährigen, und einflussreichen Ausschussmitglied Sophie in 't Veld (SIV):

Wann können wir das Zertifikat nutzen?

JFLA: "Es tritt am 1. Juli in Kraft."

SIV: "Einige Mitgliedstaaten könnten entscheiden, es später einzuführen, aber wir hoffen, dass sie sicherstellen, dass es ab dem 1.Juli erhältlich ist."

Wo kann man es bekommen, und was wird es kosten?

JFLA: "Im Prinzip soll es automatisch und kostenlos sein. Die Kostenfreiheit ist ein entscheidendes Prinzip für die EU."

SIV: "Wo es erhältlich ist, hängt von den Mitgliedsstaaten ab, die ihr eigenes Verteilungssystem für die Zertifikate haben."

Was passiert, wenn ich nicht geimpft bin?

JFLA: "Kinder oder Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen, haben das Recht eine Impfung abzulehnen. Sie ist nicht verpflichtend."

SIV: "Es gibt drei Wege, das Zertifikat zu bekommen: entweder ist man geimpft, oder man hat einen negatives Testergebnis, oder man kann nachweisen, dass man an Covid erkrankt war und nun immun ist."

Was ist mit Kindern. Brauchen sie das Zertifikat auch?

SIV: "Das liegt im Ermessen der Mitgliedsstaaten. Wir Parlamentarier haben uns für eine europaweite Harmonisierung stark gemacht, so dass alle Bürgerinnen und Bürger wissen, was die Regeln sind und wie sie sich vorbereiten können. Aber die Mitgliedsstaaten haben da nicht mitgezogen."

Was kann man mit dem Zertifikat machen, nur reisen, oder hat es auch andere Funktionen?

JFLA: "Es ermöglicht Bewegungsfreiheit für Personen, aber nicht für Daten. Es beinhaltet Begrenzungen, die verhindern, dass Mitgliedsstaaten die persönlichen Daten für andere Zwecke nutzen als die Wiederherstellung der Bewegungsfreiheit im Schengenraum."