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Reaktion auf Brandballons - Israel fliegt Luftangriffe im Gazastreifen

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Von Euronews mit dpa
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Reaktion auf Brandballons - Israel fliegt Luftangriffe im Gazastreifen
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Der Waffenstillstand, der vor rund vier Wochen den 11-tägigen Krieg im Gazastreiben beendete, wackelt gefährlich.

Israels Luftwaffe hat nach eigenen Angaben zum zweiten Mal seit dem fragilen Waffenstillstand Ziele im Gazastreifen beschossen. Mehrere Militäreinrichtungen und ein Raketenstartplatz der islamistischen Hamas sollen das Ziel gewesen sein.

Der Angriff sei eine Reaktion auf Brandballons gewesen, die den dritten Tag in Folge aus dem Küstengebiet in Richtung Israel losgeschickt worden seien, teilte das Militär mit auf Twitter mit.

Bereits in der Nacht zum Mittwoch hatte das Militär Luftangriffe auf militärische Einrichtungen der Palästinenserorganisation im Gazastreifen geflogen. Auch diese Luftangriffe waren mit vorherigen Brandballon-Attacken begründet worden. Die mit Spreng- und Brandsätzen beladenen Ballons hatten Schäden im Süden des Landes verursacht.

In Jerusalem setzte die Polizei am Donnerstag Wasserwerfer ein, um palästinensische Demonstranten am Damaskustor im Osten der Stadt zu verteiben - dem Epizentrum wochenlanger Proteste und Zusammenstöße mit der Polizei im Vorfeld des Gazakriegs.

Als Reaktion auf einen Flaggenmarsch von israelischen Nationalisten am Dienstag, auf dem Menschen "Tod den Arabern" und "Möge euer Dorf brennen" skandiert hatten, waren Aufrufe zur Versammlung am Damaskustor ergangen.

Israels Streitkräfte hatten sich im vergangenen Monat einen elftägigen Konflikt mit militanten Palästinensern im Gazastreifen geliefert. Dabei wurden in Israel nach Behördenangaben 13 Menschen getötet, in Gaza starben palästinensischen Darstellungen zufolge 255 Menschen.

Ägypten vermittelte schließlich eine Waffenruhe zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden Hamas, die am 21. Mai in Kraft trat.