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"Setzt euch mit mir in Verbindung": Der Gag um Ronaldos Flaschen-Rochade

Ronaldos Flaschen-Rochade ist zum Running Gag geworden: Der Superstar schob bei einer Pressekonferenz am Montag die vor ihm platzierten Cola-Flaschen weit beiseite und pries als Gesundheitsfanatiker lieber sein "Agua", Wasser, an. Andere Stars lachen und scherzen bei der Fußball-Europameisterschaft nun täglich über die Getränkeflaschen vor ihnen - wie Belgiens Romelu Lukaku oder der Ukrainer Andrej Jarmolenko.

Bester Laune setzte Jarmolenko nach dem 2:1-Sieg am Donnerstag gegen Nordmazedonien die Flaschen der Getränkesponsoren vor sich in Szene. "Ah, kann ich noch etwas machen?", fragte der frühere BVB-Profi und lachte sich kaputt. "Ich hab' da gesehen, dass Ronaldo die Coca-Cola wegräumte. Weißt du, ich stelle die Coca-Cola und das Heineken hin. Setzt Euch mit mir in Verbindung", warb er scherzhaft um einen Werbevertrag.

Uefa ist wenig erfreut

Bei der Uefa sorgte das für Ärger: Der Verband erinnerte die EM-Teilnehmer nach Ronaldos Getränke-Schieberei an deren Verpflichtungen. Die UEFA nimmt hohe Millionenzahlungen durch Sponsoren ein, letztlich verdienen daran viele irgendwie mit. "Es gibt viele Sponsoren im Sport, und der Einfluss ihres Geldes hilft dem Sport zu funktionieren", wies Englands Nationaltrainer Gareth Southgate auf die Mechanismen des Fußball-Business hin.

Die Story vom Kurseinbruch der Aktie des weltgrößten Getränkeherstellers am Tag der Ronaldo-Pressekonferenz entpuppte sich übrigens als nicht belegbar. Zwar ging es für das Papier an dem Tag tatsächlich ein wenig nach unten - das hatte aber möglicherweise mit einer besonderen Art des Aktienhandels an dem Tag zu tun. Dann sind Kursbewegungen an den Börsen normal.