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Die ungarische Geburtsstunde des Films

Von Luis Nicolas Jachmann
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Die ungarische Geburtsstunde des Films
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Vor 125 Jahren wurden in Ungarn die ersten Filmaufnahmen gemacht - Dank der weltberühmten Technik der Brüder Lumière. Wie durch ein Wunder blieben die alten Filmrollen bis heute unbeschädigt. Aber auch unberührt. Sie waren lange Zeit in Vergessenheit geraten. Dort, wo sie gedreht wurden, hat man die historischen Aufnahmen seit sehr langer Zeit nicht mehr bestaunen können.

"Nach 125 Jahren sind diese Kameranegative hier in Ungarn zum ersten Mal zu sehen.Sie wurden mit der Kamera der Lumiere-Brüder gefilmt. Sie haben Straßenszenen in Budapest und auch die Sehenswürdigkeiten aufgenommen", sagt Gyögy Ráduly, Direktor des Nationalen Filminstituts in Ungarn.

1896 in Budapest

Für die Digitalisierung der Aufnahmen wurde die Filmrolle nach Frankreich geschickt. Dort wurde sie in einem aufwändigen Verfahren digitalisiert. Die verwendete Maschine ist rund eine Million-Euro wert. Das Ergebnis scheint diesen Aufwand zu rechtfertigen: Aufnahmen aus Ungarn zur Jahrhundertwende - seltene Bewegtbilder.

In Ungarn werden die alten Filmrollen nicht lange bleiben - sie kehren zurück nach Frankreich. Die Aufnahmen aber können in Ungarn gesehen werden: Im Ludwig Museum in Budapest können Besucher die digitalisierten Clips zum ersten Mal sehen. Die Ausstellung über die Geschichte des ungarischen Films beginnt am 28. Juli.