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Immer mehr Gelbwesten bei Protesten gegen Corona-Regeln in Frankreich

In mehr als 200 Städten in Frankreich haben an diesem Samstag Menschen gegen die Coronaregeln wie die Nachweispflicht mit dem Gesundheitspass und die Impfpflicht für medizinisches Personal protestiert. Den Gesundheitspass - der die Impfung gegen Covid-19 sowie Tests oder eine Genesung attestiert - müssen in Frankreich alle vorzeigen, die mit dem Fernzug fahren, in ein Restaurant, ein Kino, ein Fitnesscenter oder in eine Bibliothek wollen.

Es gingen laut offiziellen Angaben aber mit 215 000 Teilnehmenden weniger Leute auf die Straße als bei vorherigen Protesten.

Auffallend war, dass immer mehr Protestierende gelbe Westen trugen. Und es wurden auch immer mehr Argumente gegen die Regierung von Emmanuel Macron vorgebracht. Einige sprachen von "Diktatur".

Ab November 2018 hatte in Frankreich die Bewegung der sogenannten Gelbwesten gegen höhere Steuern auf Kraftstoffe wie Diesel in Macrons Umweltreformen protestiert. Die Gelbwesten blockierten damals auch Straßenkreuzungen und Treibstoffdepots. In vielen Städten kam es damals immer wieder zu Straßenschlachten. An diesem Samstag gab es nur kleinere Auseinandersetzungen.

Zur Zeit hält sich Staatspräsident Emmanuel Macron in seiner Sommerresidenz in Südfrankreich auf. Von dort hatte er auch auf TikTok besonders junge Leute dazu aufgerufen, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen.