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Nordlichter von der Internationalen Raumstation ISS aus beobachtet

Der französische Astronaut Thomas Pesquet hat den ganzen letzten Monat von der Internationalen Raumstation ISS das Schimmern der Nordlichter über der Nordhalbkugel dokumentiert.

Jetzt hat die Europäische Weltraumagentur eine Zeitrafferaufnahme veröffentlicht, die einen atemberaubenden Blick auf das grüne Naturspektakel gewähren.

Pesquet befindet sich derzeit auf seiner zweiten Mission auf der Internationalen Raumstation und soll erst im Oktober zur Erde zurückkehren.

Er war überrascht von der großen Anzahl an Polarlichtern, die er auf seiner aktuellen Mission erleben durfte.

Im August twitterte er eifrig Videos und Fotos. „Ich weiß nicht, warum wir innerhalb weniger Tage so viele gesehen haben, während ich während meiner gesamten ersten Mission kaum einen gesehen habe“, schrieb er.

Polarlichter werden durch den „Sonnenwind“ ausgelöst, das sind hochenergetische Partikel, die die Sonne in unterschiedlicher Stärke ausstößt. Sie werden vom Magnetfeld der Erde abgelenkt und treffen über den Magnetpolen auf die Erdatmosphäre, die sie ionisieren und zum Leuchten bringen.

Polarlichter können verschiedene Farben haben, je nachdem welche in der Atmosphäre vorhandenen Gase besonders stark ionisiert wurden. Meistens sind sie grün, hervorgerufen durch ionisierte Sauerstoffatome.

Ionisierte Stickstoff sendet blau-violettes Licht aus. Zwar gibt es fast viermal so viel Stickstoff in der Erdatmosphäre wie Sauerstoff, doch sind zur Anregung von Stickstoffatomen sehr hohe Energiedichten erforderlich. Daher sind blaue Polarlichter seltener.