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Bangkok: Gemüsegärten und Froschteiche gedeihen auf abgestellten Taxis

Ein riesiger "Friedhof" für Bangkoks farbenprächtige Taxis, die wegen des Coronavirus ausrangiert wurden und vor sich hin rotten, wird zu neuem Leben erweckt. Auf den Dächern der Taxis und auf Motorhauben gedeihen Mini-Gemüsegärten und sorgen für Einkünfte der arbeitslosen Fahrer. In alten Autoreifen entstehen Froschteiche, in denen sich winzige grün-braune Frösche tümmeln.

Das Gelände gehört der "Ratchapruk Taxi Garage", doch die meisten der ehemaligen Taxifahrer haben Bangkok verlassen, um in ihre Heimatdörfer zu fahren, weil die Tickets wegen des Lockdowns erschwinglich waren.

"Dies ist unsere letzte Alternative", erklärt Thapakorn Assawalertkun, einer der Eigentümer des Unternehmens, denn viele der Fahrzeuge sind noch nicht abbezahlt.

"Wir dachten, wir könnten auf den Dächern dieser Taxis Gemüse anbauen und Frösche züchten."

Thailand hat angesichts der rapide steigenden Zahl von Corona-Fällen strenge Maßnahmen erlassen, darunter eine nächtliche Ausgangssperre.

Tourist:innen, die normalerweise die Hauptkunden des Bangkoker Taxigewerbes sind, sind aufgrund der strengen Einreisebestimmungen für das Königreich auf fast null zurückgegangen.

Die Auberginen, Chilis, Gurken, Zucchini und Basilikum, die auf den Autos angebaut werden, sollen - zusammen mit den Fröschen - dazu beitragen, die arbeitslosen Fahrer und Angestellten zu ernähren.

Sollte die Ernte gut ausfallen, werden Überschüsse auf den lokalen Märkten verkauft.

"Der Anbau von Gemüse auf den Dächern wird die Taxis nicht beschädigen, da die meisten von ihnen bereits irreparabel beschädigt sind. Die Motoren sind kaputt, die Reifen sind platt. Da kann man nichts mehr machen", schließt Thapakorn.