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Mit 84 Jahren: Algerischer Ex-Präsident Bouteflika gestorben

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Von euronews  mit dpa
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Mit 84 Jahren: Algerischer Ex-Präsident Bouteflika gestorben
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In Algerien ist der langjährige Präsident Abdelaziz Bouteflika gestorben. Er hatte ab 1999 das Land fast 20 Jahre lang regiert. Er wurde 84 Jahre alt. Bouteflika war nach Massenprotesten in seinem Land zurückgetreten und hatte den Weg für Neuwahlen freigemacht. Zuvor hatte er angekündigt, trotz schwerer Krankheit für eine fünfte Amtszeit zu kandidieren.

Im Westen galt Bouteflika als verlässlicher Partner, der das Land nach einem Bürgerkrieg mit etwa 150.000 Toten zumindest einigermaßen befriedet hatte. Bouteflika erreichte damals ein Abkommen mit den Islamisten sowie eine Amnestie für Tausende islamistische Kämpfer.

Außenpolitisch konnte er mehrere Erfolge verbuchen, etwa die Vermittlung eines Friedensabkommens für Mali, die Schlichtung des Grenzkriegs zwischen Äthiopien und Eritrea und die Aufnahme von engeren Wirtschaftsbeziehung zu Ländern wie Deutschland oder den USA.

Innenpolitische Kritiker machten ihm zum Vorwurf, sich nicht von den mächtigen Militärs in seinem Land gelöst zu haben. Auch die hohe Arbeitslosigkeit, gerade unter jungen Leuten, führte immer wieder zu Protesten in seinem Land.

Auch schon vor seiner Zeit als Präsident hatte Bouteflika die Geschicke seines Landes gesteuert. Nach der Unabhängigkeit 1962 wurde er Sportminister und dann im Alter von nur 26 Jahren der damals jüngste Außenminister der Welt.