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10 Tage nach Ausbruch des Vulkan: Lava strömt ins Meer - giftige Gase

Der Vulkan Cumbre Vieja auf La Palma bietet ein absolut beeindruckendes Schauspiel. Die Aschewolke, die aus dem Krater des Vulkans gen Himmel steigt, ist mehr als 500 Meter hoch. Der Flugverkehr ist bereits vor Tagen weitestgehend eingestellt worden. Nur noch Hilfskräfte werden per Luft transportiert. Touristinnen und Touristen, die die Insel verlassen wollen, müssen per Fähre auf eine andere kanarische Insel reisen.

Die aus dem Vulkan ausströmenden Lavamassen haben jetzt den Ozean erreicht. Am Ende hatte sich die Geschwindigkeit der Magma erhöht. Beim Eintreten der Lava ins Meerwasser entstehen giftige Gase. Auf dieses Phänomen hatten Vulkanologen seit Tagen hingewiesen.

200 Hektar Land sind bereits mit Lava bedeckt. Hunderte Häuser und auch eine Kirche wurden zerstört. Viele Menschen auf La Palma haben so gut wie alles verloren. Die Regierung hat den Opfern des Vulkanausbruchs Hilfe versprochen.

Zunächst war der Eintritt der Lava ins Meer auch früher erwartet worden, doch dann hatte der Vulkan am Montag kurzzeitig gar keine Lava mehr verströmt. Offenbar hatten Gesteinsmassen den Austritt verstopft. Wenige Stunden später ging die Aktivität aber mit vermehrter Wucht weiter.