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Grüne und gelbe Trümpfe: Koalitionspoker vor wichtigem Wochenende

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Von euronews
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Lindner und Baerbock
Lindner und Baerbock   -   Copyright  Tobias Schwarz/AFP und AP Photo/Matthias Schrader

Auf der Suche nach einer neuen deutschen Bundesregierung halten die Grünen und die FDP die Trümpfe auf der Hand. Sie können sich vor Gesprächsangeboten kaum retten.

Nach ersten Sondierungen schrieben Annalena Baerbock von den Grünen und Christian Lindner von der FDP, man lote Gemeinsamkeiten sowie Brücken über Trennendes aus und finde sogar welche. Man einigte sich auf eine weitere Gesprächsrunde.

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Veröffentlichung von Annalena BaerbockInstagram

Mehrere Gesprächsrunden am Wochenende

„Dazu werden sich Bündnis 90/Die Grünen und die Freien Demokraten am kommenden Freitag treffen. Dabei sollen erste inhaltliche Fragen vertieft werden. Die Unionsparteien haben die Freien Demokraten zu einem Gespräch eingeladen. Dieses Gesprächsangebot haben die Freien Demokraten heute angenommen. Unser Angebot ist, das Gespräch am kommenden Samstag zu führen“, sagte FDP-Generalsekretär Volker Wissing. „Wie bereits öffentlich angekündigt, haben uns auch die Sozialdemokraten Gespräche angeboten. Auch dieses Gesprächsangebot nehmen wir selbstverständlich an. Wir haben vereinbart, uns am kommenden Sonntag zu einem bilateralen Austausch zu treffen“, erläuterte er.

Baerbock: „Wir reden wie gesagt mit allen Parteien“

Die Grünen werden am Samstag einen kleinen Parteitag abhalten, um die weiteren Schritte für die Regierungsbildung in die Wege zu leiten, so Annalena Baerbock. „Die SPD ist der Wahlsieger nach dieser Bundestagswahl und deswegen ist es für uns auch zentral, diese Gespräche jetzt zuallererst zu führen, aber wir reden wie gesagt mit allen Parteien“, sagte sie.

Misstrauen zwischen Grünen und FDP?

Am Sonntag treffen sich die Spitzen der Grünen mit jenen der SPD. Doch die Voraussetzung für eine Dreier-Zusammenarbeit ist und bleibt das Verhältnis Grün-Gelb. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Rolf Mützenich sagte: „Wenn Grüne und FDP gestern sich getroffen haben, so interpretiere ich das, dass diese beiden Parteien, die beiden Fraktionen Misstrauen abbauen müssen, der eben von vor vier Jahren offensichtlich zwischen beiden Fraktionen, zwischen beiden Parteien entstanden ist, als sie es nicht geschafft haben, eine Regierung zu bilden."

Die Grünen waren aus der Bundestagswahl am Sonntag als dritt- und die FDP als viertstärkste Kraft hervorgegangen. Es liegt an ihnen, ob Deutschland künftig eher von einer Ampelkoalition unter Leitung der SPD oder von einem Jamaika-Bündnis mit der CDU/CSU an der Spitze regiert wird.