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Für eine bessere Diagnose: WHO definiert das "Long Covid"-Syndrom

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Von Euronews  mit AFP / AP
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Für eine bessere Diagnose: WHO definiert das "Long Covid"-Syndrom
Copyright  Andreea Alexandru/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat nach eingehenden Konsulationen erstmals eine offizielle klinische Definition für das sogenannte "Long Covid"-Syndrom veröffentlicht, um die Behandlung Betroffener zu verbessern.

Long-Covid - manchmal auch Post-Covid-Syndrom genannt - ist demnach eine Erkrankung mit mindestens einem Symptom, die in der Regel innerhalb von drei Monaten nach dem Beginn einer bestätigten oder vermuteten Corona-Infektion auftritt.

Symptome können schwanken und nach einer Weile wieder neu aufflammen

"Zu den häufigen Symptomen gehören Erschöpfung, Kurzatmigkeit und kognitive Beeinträchtigungen, aber auch andere Beschwerden, die sich auf das Alltagsleben auswirken", erklärt Janet Diaz, Leiterin der WHO für klinische Versorgung.

"Die Symptome können nach der Genesung neu auftreten oder aber seit der ursprünglichen Erkrankung fortbestehen. Die Symptome können schwanken und nach einer Weile wieder neu aufflammen.

Dies ist ein wichtiger Schritt nach vorn, um die Erkennung von Patienten, die unter Post-COVID-19-Erkrankung leiden, zu standardisieren.
Janet Diaz
Leiterin der WHO für klinische Versorgung

Wir hoffen, dass dies Gesundheitseinrrichtungen und Fachkräften helfen wird, Patienten zu erkennen und ihnen geeignete Behandlungen, Maßnahmen und Versorgungspfade zu vermitteln.

Wir hoffen, dass politische Entscheidungsträger und Gesundheitssysteme integrierte Versorgungsmodelle für diese Patienten einrichten und umsetzen werden."

Bald auch separate Definition für Kinder

Die WHO-Definition könnte sich noch ändern, wenn neue Erkenntnisse gewonnen werden und sich das wissenschaftliche Verständnis weiterentwickelt. Für Kinder könnte es nach WHO-Angaben eine separate Definition geben.

Die genaue Zahl der betroffenen Menschen weltweit ist nicht bekannt. Einer Studie der Universität Oxford mit mehr als 270'000 Corona-Patietenten zufolge wurde bei 37 Prozent mindestens ein Langzeitsymptom festgestellt, wobei die Symptome häufiger bei Personen auftraten, die eine stationäre Krankenhaus-Behandlung benötigten.