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Abbau der Warteschlange: Hafen Los Angeles schwenkt auf Nonstop-Betrieb

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Von Euronews mit AFP, dpa
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Frachter vor dem Hafen von Los Anbgekles warten auf das Löschen ihrer Ladung
Frachter vor dem Hafen von Los Anbgekles warten auf das Löschen ihrer Ladung   -   Copyright  Jae C. Hong/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved

Der Hafen von Los Angeles ist nur einer von weltweit zahllosen Flaschenhälsen, die aktuell zu globalen Lieferengpässen führen. Nach eigenen Angaben ist der Worldport LA der größte und bedeutendste Hafen Nordamerikas, und wohl auch deshalb hat Präsident Joe Biden sich jetzt eingeschaltet.

Bislang herrschte hier nur tagsüber zwischen Montag und Freitag Betrieb. Nach Verhandlungen zwischen Regierung, Gewerkschaften. Betreibern und Spediteuren wird künftig auch am Wochenende und nachts Ladung gelöscht.

Nicht nur für die genervten Trucker ist das ein überfälliger Schritt. Lkw-FahrerTony Nguyen sagte in der Warteschlange: "Alles ist zurückgestellt, alle Schiffe sind auf dem Meer. Wir wollen trotzdem arbeiten, aber im Moment können wir nichts tun. Ich fahre schon seit fast 10 Jahren für den Hafen, aber dieses Jahr ist es schrecklich. Das habe ich noch nie erlebt."

Sein Kollege Luis Meazh zeigte sich etwas gelassener: "Die Folge ist, dass wir warten müssen. Das ist alles. Wir müssen darauf warten, dass sie ihre Arbeit tun. Das ist die Konsequenz."

Im Trend: Betrieb rund um die Uhr

Um den gewaltigen Rückstau abzubauen, hat der benachbarte Hafen von Long Beach bereits auf Dauerbetrieb umgeschaltet. Auch andere Big Player spielen mit. So kündigten Einzelhandelsgigant Walmart sowie die Paketdienste UPS und Fedex an, ebenfalls außerhalb der üblichen Stoßzeiten zu arbeiten, um Waren zu entladen und zu transportieren.

Präsident Biden sieht nun den Rest des privaten Wirtschaftssektors in der Pflicht, seinen Teil zur Bewältigung der Versorgungskrise beizusteuern.

Problematisch bleibt die Inflation in den USA. Sie stieg im September um 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Das Weihnachtsgeschäft könnte also nicht nur Geschenkekäufern wegen zu erwartender Warenknappheit, sondern auch dem Einzelhandel durch schwache Kaufkraft sauer aufstoßen.