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Nach dem Putsch: Forderung nach Freilassung des sudanesischen Regierungschefs

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Von Serguei Doubine
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Nach dem Putsch: Forderung nach Freilassung des sudanesischen Regierungschefs
Copyright  AP Photo/Ashraf Idris

Brennende Autoreifen und blockierte Straßen in der sudanesischen Hauptstadt Karthum. Die Proteste gelten dem Militär, das die Übergangsregierung aufgelöst hat.

Regierungschef Abdullah Hamdok sei von Militärs an einen unbekannten Ort verschleppt worden, nachdem er die Kooperation verweigert habe. Einige zivile Mitglieder des sudanesischen Regierungsrates und Minister wurden ebenfalls festgesetzt. International wird die Freilassung des Premierministers verlangt.

Die EU ist sehr besorgt über Berichte, die sudanesischen Streitkräfte hätten Premierminister Hamdok und andere Regierungsmitglieder unter Hausarrest gestellt. Wir fordern ihre schnelle Freilassung. Wir haben auch die Unterbrechung der Telefon- und Internetverbindungen zur Kenntnis genommen. Wir fordern dringend ungehinderte Kommunikation, Gewalt und Blutvergießen müssen unter allen Umständen vermieden werden.
Nabila Massrali
Sprecherin der EU-Kommission

Neuer starker Mann ist der höchste Militärvertreter im Sudan, General al-Burhan, der bei einer Fernsehansprache den landesweiten Ausnahmezustand ankündigte. Al-Burhan hatte zuvor gemeinsam mit dem abgesetzten Premierminister die Übergangsregierung geleitet.

Die internationale Gemeinschaft fürchtet um die Demokratisierung im Sudan. Die Übergangsregierung war nach 30 Jahren autokratischer Regierung auf internationale Vermittlung hin zustande gekommen. Seit Monaten kommt es im Sudan immer wieder zu Protesten für politische und wirtschaftliche Reformen.