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Impfgegnerinnen und -gegner protestieren in Kiew in der Ukraine

Etwa 1.000 Coronaleugnerinnen und Gegner der Einschränkungen in der Ukraine haben in Kiew Straßen blockiert und vor dem Parlament protestiert. Dass Nicht-Geimpfte keine öffentlichen Verkehrsmittel in der Hauptstadt mehr nutzen dürfen und in der gesamen Ukraine nur noch mit Test zur Arbeit oder Verwaltungsgebäude aufsuchen dürfen, erregt die Wut der Demonstrierenden.

Lehrerinnen, Lehrer und Beamte müssen sich bis zum 8. November vollständig impfen lassen, andernfalls werden ihre Gehaltszahlungen ausgesetzt.

Die Regierung versucht mit dem Druck, die Impfquote im Land zu erhöhen. Nur etwa 17 Prozent der Ukrainerinnen und Ukrainer sind komplett gegen Covid-19 geimpft. Dabei schnellt die Zahl der Neuinfektionen und die der täglichen Todesfälle in die Höhe.

Doch der arbeitslose Nazar will sich partout nicht impfen lassen. Er sagt: "Ich will das nicht. Erst haben sie die Leute gezwungen, Masken zu tragen, jetzt zwingen sie uns, geimpft zu werden. Ich glaube nicht, dass es ein Chip ist, der einem eingepflanzt wird, oder dass es irgendetwas mit 5G-Masten, Reptiloiden und all diesem Blödsinn zu tun hat, aber ich will nicht, dass man mir sagt, was ich tun soll. Heute sagen sie mir, dass ich mich impfen lassen soll, morgen werden sie mir an die Unterwäsche gehen."

Buchhalterin Olena meint, sie wolle nicht zwangsweise zur Probandin werden. Alle Impfstoffe seien nicht lange genug getestet worden. Zudem sei sie an Covid-19 erkrankt gewesen und habe viele Antikörper im Blut.

In der Ukraine sind derzeit prozentual noch mehr Menschen mit dem Coronavirus infiziert als in Russland, wo die Lage als dramatisch gilt.