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Kampfjets, Hubschrauber, Drohnen: Iran spielt Krieg am Persischen Golf

Wie das iranische Staatsfernsehen am Sonntag berichtete, hat das iranische Militär weniger als einen Monat vor den bevorstehenden Atomgesprächen mit dem Westen mit seinen jährlichenn Militärübungen im Persischen Golf begonnen.

Dem Bericht zufolge nehmen bei der Militärübung Marine- und Luftwaffeneinheiten sowie Bodentruppen auf einem mehr als 1 Million Quadratkilometer großen Gebiet östlich der strategischen Straße von Hormus teil.

Auch Kampfjets, Hubschrauber, Transportflugzeuge, U-Boote und Drohnen werden am Großmanöver teilnehmen.

Die Führung in Teheran erklärte, dass es sich um keine Bedrohung für die anderen Länder in der Region handele. Die Manöver dienten lediglich der Vorbereitung auf eventuelle Angriffe.

Der Westen und die arabischen Golfstaaten sehen das anders. Für sie sind die Manöver sowie das gesamte iranische Militär- und Raketenprogramm eine Gefahr für die Golfregion, wo rund 40 Prozent der weltweiten Rohöltransporte abgewickelt werden. Zudem besteht die Sorge, dass der Iran mit seinen Mittelstreckenraketen, die eine Reichweiten bis zu 2200 Kilometern haben, Israel treffen könnte.

Die Übung findet inmitten zudem erhöhter Spannungen zwischen dem Iran und den USA statt, nachdem der ehemalige US-Präsident Donald Trump die USA einseitig aus dem 2015 mit den Weltmächten geschlossenen Atomabkommen mit dem Iran zurückgezogen hat.