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Was tun an der belarussisch-polnischen Grenze? Putin bietet Vermittlung an

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Von euronews
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Menschen an der belarussisch-polnischen Grenze wärmen sich an einem Feuer
Menschen an der belarussisch-polnischen Grenze wärmen sich an einem Feuer   -   Copyright  RAMIL NASIBULIN/AFP

Tausende harren an der belarussisch-polnischen Grenze aus, ihnen gegenüber steht ein Großaufgebot des polnischen Grenzschutzes. Die Europäische Union wirft der Regierung in Minsk vor, Auswanderungswilligen aus Ländern des Nahen und Mittleren Ostens massenhaft die Reise nach Belarus zu gewähren - mit der Aussicht, in die EU zu gelangen. Minsk weist den Vorwurf zurück.

Merkel sprach mit Putin

Die geschäftsführende deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel schaltete sich ein, denn viele der Menschen haben Deutschland als Ziel. „Ich habe heute mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin telefoniert und ihn gebeten, auch auf den Präsidenten Lukaschenka einzuwirken. Denn hier werden Menschen benutzt, sie sind sozusagen Opfer einer menschenfeindlichen Politik“, so Merkel.

Laut Kreml bot Putin Merkel an, Gespräche zwischen Vertretungen der belarussischen Seite und EU-Mitgliedsstaaten zu vermitteln. Russland hatte zwei Kampfflugzeuge aufsteigen lassen, um den belarussischen Luftraum zu überwachen.

Von der Leyen: Zugang für Hilfsorganisationen

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, sagte nach einem Gespräch mit US-Präsident Joe Biden in Washington: „Wir werden die Möglichkeit in Betracht ziehen, die Fluggesellschaften zu bestrafen, die Menschenschmuggel in Richtung Minsk und dann in Richtung Grenze zwischen Belarus und der EU erleichtern. (...) Es ist wichtig, dass die Organisationen der Vereinten Nationen in Belarus Zugang zu diesen unschuldigen Menschen bekommen, die sich in einer sehr schwierigen Lage befinden."

Bisher untersagen Belarus und Polen auswärtigen Hilfsorganisationen, sich der im Grenzgebiet festsitzenden Menschen anzunehmen.