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Bogenschießen zu Pferd - Tradition und Nischensport aus Malaysia

Auf einem galoppierenden Pferd schießt der malaysische Bogenschütze Zaharudin Rastam Yeop Mahidin unter dem Jubel der Zuschauermenge einen Pfeil auf eine Zielscheibe.

Das Bogenschießen zu Pferd war Jahrtausende lang bei Jagd- und Kriegshandlungen üblich und verlor mit der Einführung von Feuerwaffen und moderner Kampfausrüstung an Bedeutung. 

Jetzt erlebt es eine Renaissance als Nischensport, der in Malaysia und unter einer kleinen Zahl von Enthusiasten weltweit immer mehr Anhänger findet.

Zaharudin Rastam Yeop Mahidin trägt auf dem Turnier im zentralen Rembau-Distrikt ein traditionelles Kostüm der malaiisch-muslimischen Bevölkerung. 28 Reiter nehmen an dem Turnier teil. 

Der 59-jährige erfahrene Bogenschütze sagte, es sei der anspruchsvollste, aber lohnendste Sport, den er je ausprobiert habe. "Es ist ein Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele."

Das Turnier wurde 2018 ins Leben gerufen und hat seitdem mehrmals stattgefunden. Das Bogenschießen zu Pferd erfordert ein intensives Training, bevor die Reiter mit hoher Geschwindigkeit auf Ziele schießen können. Außerdem ist es ein relativ teurer Sport, da die Pferdehaltung mit hohen Kosten verbunden ist und es nur wenige Orte im Land gibt, an denen man ihn erlernen kann.

Aber dennoch wächst die Fangemeinde, auch weltweit. In den letzten Jahren wurden Turniere in Ländern von Europa bis Asien veranstaltet.

Für die Muslime Malaysias, die mehr als die Hälfte der 32 Millionen Einwohner des Landes ausmachen, hat der Sport einen besonderen Reiz, da der Prophet Mohammed sowohl das Reiten als auch das Bogenschießen gefördert hat.

Aber für viele ist die Schwierigkeit des Sports ein großer Anreiz. "Es ist ein anspruchsvoller Sport - und Malaysier mögen Herausforderungen", sagt Syed Abdul Muiz Syed Alias, Präsident der As-Sibaq Malaysian Horseback Archery Association.

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