Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Boris Johnson zu Omikron: "Nicht gleich alles stornieren!"

Access to the comments Kommentare
Von Euronews
euronews_icons_loading
Boris Johnson zu Omikron: "Nicht gleich alles stornieren!"
Copyright  AFP

Schon bald wird die Omikron-Variante des Coronavirus Delta als vorherrschenden Virusstamm in Europa ablösen, glaubt die EU-Gesundheitsbehörde ECDC. Basierend auf Berechnungen gebe des  Anzeichen dafür, dass Omikron innerhalb der nächsten Monate über die Hälfte aller Corona-Infektionen im Europäischen Wirtschaftsraum verursachen könnte.

Die Infektionsspirale dreht sich schnell, besonders, wenn viele Menschen zusammenkommen. In Norwegens Hauptstadt Oslo hatten sich rund die Hälfte der 120 Gäste auf einer Weihnachtsfeier mit der Omikron-Variante angesteckt. 

Derzeit wird der Virusstamm noch untersucht, inbesondere im Hinblick auf die Wirksamkeit der Impfstoffe. "Wir müssen genau beobachten, ob sie schwerere Erkrankungen verursacht oder vielleicht mildere. Das wissen wir jetzt noch nicht genau. Und auch, ob die Impfstoffe noch gut wirken", so Line Vold vom Norwegischen Institut für Öffentliche Gesundheit. 

Erste Erkenntnisse weisen darauf hin, dass die neue Variante B.1.1.529 aufgrund einer hohen Anzahl von Mutationen besser in der Lage ist, die körpereigenen Abwehrmechanismen zu umgehen. Sie ist daher ansteckender. 

Mittel der Wahl: Impfrate erhöhen

Die meisten europäischen Regierungen wollen die 4. Welle mit mehr Impfungen stoppen. Dazu müsste die Impfrate in einigen Ländern deutlich erhöht werden. Weitere Einschränkungen für Ungeimpfte könnten mehr Menschen zu einer Immunisierung gegen das Coronavirus bewegen, hofft die Politik, zum Beispiel auch in Deutschland.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihr Nachfolger Olaf Scholz haben sich darauf verständigt, dass Ungeimpfte keinen Zugang mehr zu nicht lebensnotwendigen Geschäften, zu Kultur- und Freizeiteinrichtungen haben sollen.

Johnson will ausgewogene und angemessene Reaktionen

In Großbritannien wollte Premierminister Boris Johnson mit gutem Beispiel vorangehen und ließ sich öffentlichkeitswirksam boostern. Er sagte aber auch, dass die Regierungen nicht überreagieren sollten.

"Das Wichtigste ist, dass die Leute sich an die Regeln halten und nicht gleich alle Sachen stornieren, das ist überhaupt nicht nötig, das empfehlen wir nicht. Wir versuchen, auf ausgewogene und angemessene Weise auf die Ankunft der Omikron-Variante zu reagieren", so Johnson. 

Mit den Impfstoffen auf der einen und der neuen Virusvariante auf der anderen Seite wägen die Regierungen in ganz Europa ab, welche Beschränkungen sie vor Weihnachten verhängen wollen.

Die Menschen sind langsam Pademie-müde. Strenge Lockdowns werden in den meisten Ländern politisch wohl schwer durchsetzbar sein.