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Europäische Filmindustrie: Corona-resistent dank Vielfalt

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Von Frédéric Ponsard  & Sabine Sans
Europäische Filmindustrie: Corona-resistent dank Vielfalt
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Die europäische Filmindustrie leidet seit zwei Jahren unter der Pandemie, aber dank ihrer Produktionsmethoden und ihrer großen Vielfalt hält sie sich. Britische, dänische, bosnische, französische und rumänische Filme haben zahlreiche internationale Preise gewonnen und sind auf großen und kleinen Leinwänden zu sehen.

Der große Gewinner des Europäischen Filmpreises 2020, "Der Rausch" des dänischen Regisseurs Thomas Vinterberg, gewann Anfang 2021 auch den Oscar für den besten internationalen Spielfilm. Eine Weihe für einen europäischen Film.

Im Februar fand die Berlinale in einer Mischform statt, bei der eine Jury aus europäischen Regisseuren den Goldenen Bären vergab.

Der Rumäne Radu Jude gewann den höchsten Preis für die ziemlich verrückte Komödie "Bad Luck Banging or Loony Porn", eine Koproduktion, an der 4 europäische Länder beteiligt sind.

Europe Creative fördert europäische Filme

Im Juli war auch ein EU-Förderprogramm in Cannes vertreten: "Für Creative Europe Media war es sehr wichtig, nach diesem Pandemie-Jahr hier anwesend zu sein. Auch deshalb, weil wir ein neues Programm mit einem neuen Budget und einer deutlichen Aufstockung für 2021 bis 2027 auf den Weg bringen", erklärt Mitarbeiterin Margaux Lacoste.

Mehrere von "Creative Europe" geförderte Filme wurden ausgezeichnet: die Goldene Palme für "Titane", und der Große Preis der Jury ging an "Compartment No. 6 ", eine Koproduktion zwischen drei europäischen Ländern und Russland.

"Das ist unsere erste kleinere Koproduktion mit Russland, wir haben den Film von Anfang bis Ende zwischen St. Petersburg und Murmansk gedreht", erzählt Regisseur Juho Kuosmanen.

Europäische Koproduktionen mit dem Europäischen Filmpreis geehrt

Die Europäische Filmakademie versammelt 4200 europäische Filmschaffende. Quo Vadis, Aida, The Father, Flee: Die wichtigsten Filme, die im Rennen waren oder am Jahresende in Berlin ausgezeichnet wurden, sind europäische Koproduktionen.

Matthijs Wouter Knol, Geschäftsführer und Direktor der Europäischen Filmakademie:

"In Europa gibt es ein sehr starkes System der öffentlichen Förderung, das nicht plötzlich verschwindet. Seit ein paar Jahren mischen neue Akteure den Prozess des Filmemachens auf: finanziell, aber auch inhaltlich und bei der Auswahl der Geschichte. Dieser Prozess hat sich durch die vergangenen zwei Pandemiejahre beschleunigt."

Neue Akteure wie Film-Plattformen, die Serien und Spielfilme großer europäischer Regisseure produzieren, wie Paolo Sorentino mit seinem neuesten Film "Die Hand Gottes", der diesen Winter auf Netflix läuft.