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RKI meldet ersten Todesfall nach Infektion mit Omikron-Variante

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Von Euronews
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Weihnachtsmarkt in Frankfurt
Weihnachtsmarkt in Frankfurt   -   Copyright  Michael Probst/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved

Zwar geht die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen weiter zurück – auf 280,3 (von 289 am Vortag), doch hat das Robert-Koch-Institut (RKI) an diesem Donnerstag den ersten Omikron-Todesfall in Deutschland gemeldet. Die verstorbene Person sei zwischen 60 und 79 Jahren alt gewesen. Näheres ist nicht bekannt.

Laut RKI-Zahlen wurden in der Bundesrepublik bisher 3189 Menschen positiv auf die Omikron-Variante von Sars-CoV2 getestet. Allerdings gehen Forscher:innen davon aus, dass die Dunkelziffer viel höher liegen könnte. Ein Grund dafür ist, dass in Deutschland nur ein kleiner Teil der positiven Proben auf Varianten wie Delta und Omikron hin untersucht wird. Am Dienstag hatten Wissenschaftler:innen aus München bekanntgegeben, dass sie Omikron bereits Anfang Dezember im Abwasser in München nachweisen konnten.

Großbritannien: mehr als 100.000 positive Tests binnen eines Tages

Die meisten bekannten Omikron-Fälle gibt es dem RKI zufolge momentan in Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Bayern und Hamburg. Am häufigsten treten Omikron-Infektionen in der Altersgruppe der 15- bis 34-Jährigen auf. Relativ viele Fälle gibt es auch unter den 35- bis 59-Jährigen.

Die Infektionszahlen in den Ländern, in denen Omikron nachgewiesen bereits die dominante Variante ist, steigen exponentiell. Großbritannien meldete am Mittwoch zuerst mehr als 100.000 positive Tests innerhalb von 24 Stunden, am Donnerstag waren es 106.000.

In Frankreich – wo die Infektionen Anfang Dezember laut Sequenzierungsdaten 97 Prozent ausmachten – sind es am Donnerstag mehr als 84.000 Neuinfektionen.

Große Schwankungen bei Neuinfektionen

Das Robert-Koch-Institut meldet 44.927 Corona-Neuinfektionen. Vor genau einer Woche hatte der Wert bei 56.677 Ansteckungen gelegen. Die Zahl gemeldeter Infektionen geht seit rund drei Wochen zurück. Doch Fachkeute befürchten wegen der ansteckenderen Omikron-Variante eine baldige Trendumkehr.

Zu beachten ist auch: Die Neuinfektionszahlen bilden nur das Infektionsgeschehen eines einzelnen Tages ab. Durch Nachmeldungen und Verzögerungen in der Meldekette bis zum RKI - zum Beispiel wird am Wochenende weniger getestet – unterliegt die Zahl der neu dazugekommenen Corona-Infektionen großen Schwankungen.

Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Tod nach Corona-Erkrankung

Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 109.747. Innerhalb von 24 Stunden starben 425 Menschen an Corona. Vor einer Woche waren es 522 Todesfälle.