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Sekt made in England? Britische Schaumweine nach dem Erfolgsrezept des Champagners

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Von Andrea Buring
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Sekt made in England? Britische Schaumweine nach dem Erfolgsrezept des Champagners
Copyright  Vignes du Kent / AP

Champagner, Prosecco, Crémant ... aber Sekt made in England? Dieser erfreut sich offenbar - glaubt man den Experten - wachsender Beliebtheit. Wenn es um Geschmack und Qualität geht, vergleichen ihn einige gar mit dem Edeltropfen aus der französischen Champagne.

Marketing-Chef Jonathan White des Gusbourne Weingutes sagt, "es gab in den vergangenen Jahren sicherlich wachsendes Interesse aus dem Ausland, als Fachmagazine und Kritiker begannen, positiver und wohlwollender über englische Weine zu sprechen. Vor vielleicht zehn Jahren kannte man außerhalb von Großbritannien nur zwei oder drei Weine, die Weinkritiker schätzten. Jetzt gibt es viele mehr."

Wachsendes Interesse

Britischer Sekt macht zwar nur 0,2 Prozent der weltweit produzierten Menge an Schaumwein aus. Doch zwischen 2015 und 2020 wuchs die Produktion in England um 10 Prozent. Dann kam Covid-19 und die Grenzen schlossen. Ein Glücksfall für englischen Sekt, denn die Menschen konnten keine Weintouren mehr im Ausland machen. Englische Winzer sagen ihren Trauben eine große Zukunft voraus.

Erfolgsrezept Champagner

Weinexpertin Anne McHale erlärt, "während der Weinsaison sind die Durchschnittstemperaturen in Südengland ungefähr so, wie sie vor Jahrzehnten in der Champagne gewesen sein können. Champagner-Produzenten erkennen das Potenzial von Südengland."

Englischer Schaumwein setzt auf das gleiche Erfolgsrezept: Pinot Noir, Chardonnay und Meunier. Neben denselben Rebsorten und der gleichen Herstellungsmethode ist auch der Boden in Südostengland ähnlich kalkhaltig wie in der Champagne. Dann mal Cheers!