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Die Hoffnung im Kampf gegen Malaria steckt im Rote-Beete-Saft

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Von euronews
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Geht es Stechmücken mit Rote-Beete-Saft an den Kragen?
Geht es Stechmücken mit Rote-Beete-Saft an den Kragen?   -   Copyright  Rick Bowmer/ The Associated Press

Rund 200 Millionen Menschen erkranken jährlich an Malaria - üblicherweise übertragen durch Stechmücken. Und gegen die meint eine Forschungsgruppe an der Universität Stockholm jetzt ein wirkungsvolles Mittel entdeckt zu haben: Es wurde das Molekül gefunden, das menschliches Blut für Moskitos schmackhaft macht.

„Nachdem sie die Lösung getrunken haben, dauert es 100 bis 300 Minuten"

Noushin Emami, Professorin für Bioinformatik, erläutert: „Wenn man dieses Molekül einem Erzeugnis wie Rote-Beete-Saft hinzufügt, können wir damit Moskitos anlocken. Wenn wir Spuren eines Giftstoffes mit dem Molekül verbinden, nehmen die Moskitos das zu sich und verenden. (...) Wir können tausende Moskitos töten. Nachdem sie die Lösung getrunken haben, dauert es 100 bis 300 Minuten.“

Kostengünstig und umweltschonend sei diese Vorgehensweise im Kampf gegen Stechmücken, meint der Medizinunternehmer Lech Ignatowicz.

Besser als Schädlingsbekämpfungsmittel

„Gegenwärtig ist die beste Vorgehensweise, um Moskitos zu töten, nach wie vor der Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln. Aber wir wissen, dass diese nicht nur Moskitos, sondern andere Insekten und Lebensformen töten. Und sie sind schädlich für Menschen“, sagt er. „Selbst in dichten Lebensräumen, vor allem im Urwald und in den Tropen, wo es viele Insekten gibt, können wir die Tiere auswählen, die wir loswerden wollen, es auf diese abzielen und den Rest des Ökosystems in Ruhe lassen“, so Lech Ignatowicz.

Malaria: Noch nicht genug Fortschritt

40 Prozent der Weltbevölkerung lebt in Malaria-Verbreitungsgebieten, besonders in Afrika, Asien und Südamerika. Vielleicht gehört dort bald neben Moskitonetzen auch der mückentötende Rote-Beete-Saft zur Grundausstattung eines jeden Haushalts.