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Klimawandel: Grüne Flecken statt Große Grüne Mauer

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Von Euronews  mit AFP
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Desertifikation und Klimawandel in der Sahara
Desertifikation und Klimawandel in der Sahara   -   Copyright  Leo Correa/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved.

Eigentlich sollten hier Bäume stehen: Afrikas Grüne Mauer. Sie soll dem Klimawandel und der Desertifikation entgegengewirken. Eine grüne Linie von West nach Ost, vom Senegal bis nach Dschibuti.

Doch in Mauretanien sind viele Bäume schon wieder eingegangen, denn es gibt nicht genug Wasser.

Salem wohnt in Chinguetti, einer Stadt in Mauretanien mitten in der Sahara. Er sagt: "Seit 2018 regnet es kaum. Die Menschen benutzen die Pumpen, dort wo die Palmen angepflanzt waren, auch für sich. Wir konnten einige Bäume am Leben halten. Aber in Dürrezeiten muss den Menschen mit den Pumpen geholfen werden. Das sind Solarpumpen, so konnten wir wenigstens die Menschen mit Wasser versorgen."

Die Grüne Mauer ist eine Initiative der Afrikanischen Union. 2007 wurde damit begonnen, bis 2030 sollte sie fertig sein, doch bisher sind nur 4 Prozent umgesetzt.

Salem sagt: "Wir versuchen, die Palmen, die wir noch haben, zu schützen. Wir machen eine Vertiefung um den Baum herum und füllen diese mit Wasser. Mit Decken und Tüchern versuchen wir zu verhindern, dass Sand in die Vertiefung geweht wird. Das ist unsere Methode. So halten wir die Palmen am Leben."

Die mauretanische Umweltministerin Marieme Bekaye besuchte die Region. Wenn keine Große Grüne Mauer möglich ist, so will die Regierung in Mauretanien nun wenigstens ein Mosaik mit vielen grünen Flecken, und es müssen nicht unbedingt Palmen sein, sagt die Ministerin:

Umweltministerin Marieme Bekaye: "Das Programm muss man als Programm zur Entwicklung des ländlichen Raums verstehen, das sowohl die Erhaltung der Umwelt als auch die Entwicklung des ländlichen Raums zum Ziel hat, und auch das Ziel verfolgt, die Lebensbedingungen der ländlichen Bevölkerung zu verbessern und insbesondere der ärmsten und schwächsten Bevölkerungsgruppen."

Mauretaniens Regierung schickt nun auch Lehrer in die Wüstenorte. Sie bringen den Menschen bei, neben den Bäumen auch Nutzpflanzen anzubauen.