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Roboter vs. menschliche Arbeitskraft: Wer ist der Boss?

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Von Orlando Crowcroft mit Euronews
Mit der LOTTE Data Communication booth kann auf der CES virtuelles Shopping getestet werden
Mit der LOTTE Data Communication booth kann auf der CES virtuelles Shopping getestet werden   -   Copyright  Joe Buglewicz/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved.

Die Zukunft ist die Gegenwart - so scheint es zumindest auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas zu sein. Im Mittelpunkt der Messe stehen Roboter.

Im Einsatz an einem Stand ist ein mobiler Roboterarm, der die Bewegungen eines Menschen filmt und auf sie reagiert. Und genau darum geht es laut den Ausstellern: Roboter und künstliche Intelligenz, die mit dem Menschen harmonieren und zum Beispiel gemeinsam Schlagzeug spielen.

Oder andere - weniger spaßige - Aufgaben wie das Sortieren von Äpfeln. Tatsächlich kann dieser Roboterarm für so ziemlich alles eingesetzt werden. Leicht verstörend, wenn man an die Arbeitsplätze denkt, die verschwinden könnten, aber nicht wirklich abschreckend, wenn man bedenkt, dass die meisten Menschen keine Äpfel pflücken und sortieren wollen. Aber wer ist der Boss?

Abgrenzung muss sein

Dayoun Kim ist die stellvertrende Geschäftsführerin von Doosan Robotics: "Industrieroboter sollten nicht mit Menschen zusammen sein, denn es muss eine Abgrenzung vorhanden sein. Kollaborative Roboter haben einen Sensor, so dass der Roboter automatisch anhält, wenn man ihn berührt."

Und für viele Menschen ist das eine Erleichterung. Ein Besucher mustert sichtlich ein wenig besorgt einige der ausgestellten Maschinen. Und genau da liegt die Herausforderung für die Technikfreaks: Die Menschheit überzeugen, dass es nichts zu befürchten gibt.

Roger Hebert von der Firma Boston Dynamics erläutert: "Es ist Science-Fiction. Wir sind als Menschen darauf programmiert, Science-Fiction-Filme zu sehen und zu denken, dass alles, was Beine hat, eine Bedrohung für uns sein muss. Aber es ist interessant, dass man bei Robotern auf Rädern nicht dieselbe Perspektive hat. Es hängt mit den Beinen zusammen, dass unser menschliches Gehirn denkt, dass sie eine Bedrohung für uns sind. Und das ist nicht der Fall. Die erste Reaktion mancher Leute ist der Gedanke: Oh, das ist irgendwie unheimlich. Aber in Wirklichkeit handelt es sich um ein ferngesteuertes Auto, im Großen und Ganzen. Mit freundlichen Bedienern dahinter."

Auch Dayoun Kim zerstreut humane Bedenken: "Wir können einen Zaun in das Programm einprogrammieren, so dass es einfach gestoppt werden kann. Und man kann den Raum des Roboters begrenzen, deshalb kann dieser Roboter besser mit Menschen zusammenarbeiten."

Die CES in Las Vegas ist eine reine Fachveranstaltung für Brancheninsider und Medienschaffende. Pandemiebedingt sagten diesmal viele namhafte Aussteller ab und konzentrierten sich auf Online-Veranstaltungen.

Last-Minute-Rückzüge machten unter anderem Google, Amazon und General Motors.