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Aufgeheizte Proteste gegen Covid-Maßnahmen - Demonstranten stürmen Richtung Parlament in Sofia

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Von Kamelia Koleva
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Aufgeheizte Proteste gegen Covid-Maßnahmen - Demonstranten stürmen Richtung Parlament in Sofia
Copyright  NIKOLAY DOYCHINOV/AFP or licensors

Ungeachtet hoher Covid-19-Zahlen in Bulgarien erntet die Regierung in Sofia für ihre Beschränkungen starke Kritik - derzeit gibt es täglich über 7.000 Neuinfektionen.

Demonstrierende versammelten sich im Zentrum, es kam zu Zusammenstößen mit der Polizei. Vier Polizisten wurden verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Organisiert wurden die Proteste von der nationalistischen Partei Wasraschdane - zu Deutsch Wiedergeburt.

Vor einer Woche hatten die Behörden entschieden, für den Zutritt zur Volksvertretung sei ein Impfnachweis nötig. Als Reaktion darauf rief der Chef der nationalistischen Partei seine Unterstützerinnen und Unterstützer auf, die Plenarsitzung zu unterbrechen. 

Einige Menschen kamen in speziell organisierten Reisebussen aus anderen Landesteilen. Die Fahrt war für sie kostenlos.

Der Wasraschdane-Chef Kostadin Kostadinow und Mitglieder seiner Partei nennen die Impfstoffe "experimentelle Flüssigkeiten". Nichtsdestotrotz heißt es, ein Drittel der Partei sei geimpft. Kostadinow musste zuletzt in Quarantäne, nachdem er mit dem positiv getesteten Parlamentssprecher in Kontakt war.

Den Protesten blieb er daher fern. Das konnte seine Unterstützer jedoch nicht davon abhalten, seinem Aufruf zu folgen und Kurs auf das Parlament zu nehmen - ohne jedoch einzudringen. Unter den Teilnehmern, die von der Polizei abgeführt wurden, hatte einer eine Waffe dabei.