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Ukraine: Vorbereitungen für den Ernstfall und einen möglichen russischen Einmarsch

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Von euronews
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Freiwillige werden in Kiew in die Waffennutzung eingewiesen (Aufnahme aus dem Mai 2021)
Freiwillige werden in Kiew in die Waffennutzung eingewiesen (Aufnahme aus dem Mai 2021)   -   Copyright  Felipe Dana/The Associated Press

Ungeachtet der diplomatischen Bemühungen, eine friedliche Lösung für den seit 2014 andauernden Konflikt im Osten der Ukraine zu finden, bauen die Menschen vor Ort für den Ernstfall vor. Sie fürchten einen Einmarsch der russischen Armee, Freiwillige haben sich den ukrainischen Streitkräften angeschlossen.

„Die NATO-Länder werden nicht für uns kämpfen“

Vlas Gonchauk gehört dazu: „Es ist wichtig, dass wir uns verteidigen, der Krieg dauert schon acht Jahre. Alle sollten zumindest in der Lage sein, eine Waffe zu benutzen. Die NATO-Länder werden nicht für uns kämpfen. Das muss einem klar sein. Also kommt es darauf an, ob wir bereit sind, uns zu verteidigen“, so Gonchauk.

Jaroslaw Moedryk, ein weiterer Freiwilliger, sagt: „Ob es einen neuen Angriff geben wird, wissen wir nicht. Aber die Gefahr besteht.“

Schutzräume werden hergerichtet

Auch in der Hauptstadt Kiew will man für den Verteidigungsfall gerüstet sein. In Schutzräumen unter Gebäuden und in U-Bahn-Haltestellen, die während des Kalten Krieges eingerichtet wurden, soll die Bevölkerung im Falle des Falles Unterschlupf finden.

Igor Overchuk ist Aufseher eines Bunkers. „Seit 2014, seit der Angliederung der Krim an Russland und dem Krieg im Osten haben wir die unterirdischen Schutzräume wiederhergerichtet. Klopapier, Atemgeräte, Kerzen, Seife. Hier haben 68 Menschen Platz“, erläutert Overchuk.

In Brüssel laufen Verhandlungen zwischen dem Militärbündnis NATO und einer russischen Abordnung. NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hatte gesagt, Russland habe nahe der Ukraine mittlerweile eine Truppenstärke von mehreren Zehntausend zusammengezogen.