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436.167 Neuinfektionen in Frankreich: Wie ist die Corona-Lage in Europa?

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Von Euronews
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Mobile Coronavirus-Teststation in Frankfurt
Mobile Coronavirus-Teststation in Frankfurt   -   Copyright  Michael Probst/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved

Das Robert Koch-Institut verzeichnet an diesem Donnerstag 133 536 Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den vergangenen 24 Stunden. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner steigt auf 638,8.

Gleichzeitig sind 234 weitere Covid-19-Patientinnen und -Patienten verstorben.

Den bundesweit höchsten Wert meldet Berlin-Mitte mit 2286, gefolgt von Berlin-Neukölln mit 1.621,9 und Berlin-Friedrichshain.

An vierter Stelle steht mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 1.400 der Landkreis Delmenhorst in Niedersachsen, der direkt neben Bremen liegt. Dort gab es in den vergangenen 24 Stunden aber keinen weiteren Todesfall.

Gesundheitsminister Karl Lauterbach hatte sich für eine schnelle Impfpflicht ausgesprochen, um die nächste Welle im Winter einzudämmen.

Viele in Deutschland und anderen europäischen Ländern hoffen, dass der Frühling Linderung oder gar das Ende der meisten Alltagseinschränkungen bringen wird. Der britische Gesundheitsminister ist da lieber zurückhaltend.

Sajid Javid sagte: "Wir müssen in derselben Weise lernen, mit Covid zu leben, wie wir gelernt haben, mit der Grippe zu leben."

Internetseite RKI
7-Tage-Inzidenz am 20. Januar 2022 in DeutschlandInternetseite RKI

Im Großraum Paris geht die Inzidenz zurück

In Frankreich haben die Gesundheitsbehörden am Mittwoch 436.167 Neuinfektionen gemeldet. Es ist der zweite Tag in Folge mit über 400.000 Ansteckungen in 24 Stunden, doch viele hoffen, dass der Höhepunkt erreicht wurde. In mehreren Regionen - darunter im Großraum Paris - geht die Zahl der Fälle leicht zurück.

Es starben frankreichweit 231 weitere Menschen in 24 Stunden an Covid-19.

Italien meldet 192.320 Neuinfektionen mit dem Coronavirus sowie 380 Todesfälle in 24 Stunden. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 2.067,9 - und die Regierung Draghi verschärft die Coronaregeln weiter. In der Region Ligurien sind 80 Prozent der Covid-19-Patienten und -Patientinnen auf den Intensivstationen nicht geimpft.

In Spanien sinken die Corona-Zahlen. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt (Stand 10.01.) 1.937,2.

Steigende Coronazahlen in Osteuropa

Vor allem der Osten Europas bekommt zurzeit die Wucht der Omikron-Welle zu spüren, zuletzt wurden in Rumänien an zwei Tagen in Folge neue Ansteckungshöchstwerte erreicht. Das Land weist innerhalb der Europäischen Union die zweitniedrigste Durchimpfung der Bevölkerung auf. Schlusslicht ist Bulgarien

"In den Impfzentren sind wenige Menschen. Das hat wahrscheinlich mit der unangemessenen Politik der Regierung zu tun. Die Bevölkerung ist nicht bereit. Ich weiß nicht, warum hier so wenige Menschen sind. Die Menschen, die gegen das Impfen Stimmung machen..., wahrscheinlich wirkt sich all das aus", sagt eine Rumänin.

Der polnische Gesundheitsminister Adam Niedzielski spricht angesichts des starken Anstiegs der Ansteckungsfälle in seinem Land von einer Explosion. Zuletzt waren knapp 31 000 neue Fälle binnen eines Tages gemeldet worden.

In Rumänien steigt die Zahl der Neuansteckungen mit dem SARS-CoV-2 erneut an. Die 7-Tage-Inzidenz liegt jetzt bei 370,2. Die Lage in den Krankenhäusern ist äußerst angespannt. Aus Tschechien und Serbien waren am Mittwoch neue Negativ-Rekorde gemeldet worden.