euronews_icons_loading
Demo in Paris

An der Sorbonne-Universität in Paris haben Studierende gegen die zweite Runde der Präsidentschaftswahlen demonstriert, bei der Emmanuel Macron gegen Marine Le Pen antritt. Protestiert wird dagegen, dass die beiden zu wenig im Kampf gegen den Klimawandel und für soziale Gerechtigkeit tun wollen. Beobachter und Beobachterinnen sprechen von einem "Clash der Generationen".

Das Universitätsgebäude ist bereits seit einigen Tagen von den Studierenden besetzt. Polizei war bei der Demonstration auch präsent und musste eingreifen. Dabei kam es zu Auseinandersetzungen zwsichen den Studierenden und der Polizei.

Bei der französischen Präsidentschaftswahl am 10. April schnitt der linke Jean-Luc Mélenchon knapp hinter der rechtsextremen Marine Le Pen ab - mit etwa 20 Prozent der Stimmen. Greenpeace Frankreich bezeichnete sein Wahlprogramm als ökologischer als das von sowohl Le Pen, als auch Macron. Unter den jungen Leuten, die an der Wahl teilgenommen haben, stimmten 31% für den Kandidaten von "La France Insoumise", Jean-Luc Mélenchon.

Die zweite Runder der Präsidentschaftswahlen sei wie die Wahl zwischen Pest und Cholera, sagen so manche.

Laut einer Umfrage von Ipsos-Sopra Steria sind 42% der 18- bis 24-Jährigen in der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen nicht zur Wahl gegangen. Auch unter den älteren Wahlberechtigten fühlten sich viele von keiner Kandidatin oder keinem Kandidaten wirklich repräsentiert.