EventsVeranstaltungen
Loader

Find Us

WERBUNG

Proteste im Iran: Internet stark eingeschränkt

Proteste in Teheran
Proteste in Teheran Copyright AP
Copyright AP
Von Julika Herzog mit dpa, AP, AFP
Diesen Artikel teilenKommentare
Diesen Artikel teilenClose Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopierenCopy to clipboardCopied

Obwohl im Iran das Internet massiv eingeschränkt wurde, kommen weiter Bilder an die Öffentlichkeit.

WERBUNG

Obwohl im Iran das Internet massiv eingeschränkt wurde, kommen weiter Bilder an die Öffentlichkeit: Landesweit gehen die Proteste gegen die ultrakonservative Regierung weiter, bisher sollen dabei acht Menschen ums Leben gekommen sein.

Mobile Netzwerke abgeschaltet und Instagramm gesperrt

Mobile Netzwerke seien "weitgehend abgeschaltet", berichtete die Organisation Netblocks am Mittwoch. Bei den strengsten Beschränkungen seit den Protesten im November 2019 wurde auch Instagram als eines der letzten freien sozialen Netzwerke gesperrt.

Auslöser für die Proteste war der Tod der 22-jährigen Mahsa Amini in Polizeigewahrsam. Sie war vor gut einer Woche von der Sittenpolizei wegen ihrer "unislamischen Kleidung" festgenommen worden. Was genau mit Amini nach ihrer Festnahme geschah ist unklar, jedenfalls fiel sie ins Koma und starb am Freitag in einem Krankenhaus. Kritiker werfen der Moralpolizei vor, Gewalt angewendet zu haben. Die Polizei weist die Vorwürfe entschieden zurück.

Sorge vor gewaltsamen Niederschlagung der Proteste

"Der Mord an Mahsa war wahrscheinlich der letzte Tropfen, der das Faß der Unzufriedenheit zum Überlaufen gebracht hat. Es könnte also der Beginn einer großen Veränderung sein oder aber auch von etwas anderem. Wwas uns Sorgen macht, ist, was die Behörden tun werden. Wir haben gesehen, wie sie Bashar Al-Assad (A.d.R.:gegen den Volksaufstand) geholfen haben, der Iran war an der Tötung von Tausenden von Menschen beteiligt", so Mahmoud Amiry-Moghaddam von der NGO Iran Human Rights.

Auch in New York haben hunderte Menschen demonstriert, während Irans Präsident Ebrahim Raisi vor der UN-Vollversammlung gesprochen hat.

So auch Batool Zamani, eine Amerikanerin mit iranischen Wurzeln: "Mahsa Amini, war eine Frau, die für nicht und wieder nichts hingerichtet wurde. Genau deswegen hat der Religionsführer Chamenei Raisi an die Macht gebracht: damit er das iranische Volk stärker unterdrückt. Und sie wissen überall im Iran gibt es gerade Aufstände dagegen."

Auch international hat der Fall Amini große Bestürzung ausgelöst. Befürchtet wird nun, dass Polizei und Sicherheitskräfte im Iran die größte Demonstrationswelle seit 2019 gewaltsam niederschlagen könnten.

Diesen Artikel teilenKommentare

Zum selben Thema

"Es hätte meine Tochter sein können": Mehr Proteste nach Tod von Mahsa Amini (22) in Iran

Wut auf Sittenpolizei: Tausende bei Beerdigung der 22-jährigen Mahsa A.

Kämpferisch am Internationalen Frauentag: gegen die Diskriminierung!