"Historische Veränderungen": Biden lobt deutsche Rolle bei Unterstützung der Ukraine

Biden und Scholz beschwören gemeinsame Unterstützung für Ukraine
Biden und Scholz beschwören gemeinsame Unterstützung für Ukraine   -  Copyright  Susan Walsh/AP
Von Euronews  mit dpa

Die beiden Politiker traten in Washington betont als geschlossene Front gegen Russland auf.

US-Präsident Joe Biden hat den deutschen Kanzler Olaf Scholz im Weißen Haus empfangen. Topthema des Kurzbesuchs war die Ukraine. Die beiden Politiker traten betont als geschlossene Front gegen Russland auf.

Unterstützung für Ukraine: "Im Gleichschritt"

Joe Biden lobte die deutsche Rolle im Ukraine-Konflikt: "Sie haben historische Veränderungen in Deutschland vorangetrieben, die Erhöhung der Verteidigungsausgaben, die Abkehr von russischen Energiequellen", so der US-Präsident.

"Wir arbeiten im Gleichschritt zusammen, um der Ukraine wichtige Sicherheitsunterstützung zu liefern. Wir haben alles im Gleichschritt gemacht: Die Lieferung von Munition, Artillerie, Panzern, Luftabwehrsystemen."

Scholz lobte seinerseits die Zusammenarbeit mit den USA. "Die transatlantische Partnerschaft ist heute wirklich in einem sehr guten Zustand", sagte er. Und das sei vor allem der Politik Joe Bidens zu verdanken. 

USA: Weitere 400 Millionen US-Dollar Militärhilfen

Beide sicherten der Ukraine anhaltende Unterstützung zu. US-Außenminister Blinken gab am Freitagabend neue Militärhilfen bekannt – es geht vor allem um Munition und gepanzerte Fahrzeuge im Umfang von 400 Millionen US-Dollar.

Seit Kriegsbeginn summieren sich die US-Militärhilfen für die Ukraine nach jüngsten Angaben aus dem Pentagon auf mehr als 32 Milliarden Dollar, das neue Paket nicht einberechnet. Die USA gelten als wichtigster Verbündeter der Ukraine im Abwehrkampf gegen die russische Invasion.

Ende Januar hatte die US-Regierung nach langem Hin und Her und parallel zur deutschen Zusage von Leopard-Panzern für Kiew auch angekündigt, der Ukraine 31 Kampfpanzer vom Typ M1 Abrams zu liefern. Die US-Regierung betonte allerdings, es werde "viele Monate" dauern, bis diese auf dem Schlachtfeld in der Ukraine ankämen. 

Zuletzt hatte es widersprüchliche Darstellungen aus dem Weißen Haus und dem Kanzleramt dazu gegeben, wie die Zusage von Kampfpanzern an die Ukraine zustande kam. Von Bidens Sicherheitsberater Jake Sullivan hieß es dazu kurz vor Scholz' Besuch, Deutschland habe die Lieferung von US-Panzern zur Bedingung für die Zusage deutscher Leopard-Panzer gemacht. Die Bundesregierung dementierte das. Biden und Scholz äußerten sich dazu am Freitag nicht öffentlich.

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